Deal Breaker - Was verbirgt sich hinter diesem Begriff und was bedeutet es für ein Startup?

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In der Geschäftswelt wird der Begriff „Deal Breaker“ häufig verwendet, doch was genau verbirgt sich dahinter? Insbesondere für Startups, die oft auf der Suche nach Investoren und Geschäftspartnern sind, kann das Verständnis dieses Begriffs entscheidend sein. Dieser Artikel erklärt, was ein Deal Breaker ist, welche Rolle er in Verhandlungen spielt und bietet rechtliche Tipps.

Was ist ein Deal Breaker?

Ein Deal Breaker ist eine Bedingung in einer Verhandlung oder einem Vertrag, die so wichtig ist, dass sie zum Abbruch der Gespräche oder zum Scheitern des gesamten Geschäfts führen kann, wenn sie nicht erfüllt wird. Diese Bedingung kann von verschiedenen Faktoren abhängen, wie finanziellen Aspekten, rechtlichen Anforderungen oder persönlichen Überzeugungen der beteiligten Parteien.

Typische Deal Breaker für Startups

Für Startups können Deal Breaker in vielen Formen auftreten. Hier sind einige der häufigsten:

Finanzierungsbedingungen: Investoren könnten spezifische Bedingungen haben, wie z.B. eine bestimmte Höhe an Eigenkapital, die das Startup mitbringen muss, oder eine bestimmte Bewertung des Unternehmens.

Eigentumsanteile: Unstimmigkeiten über die Verteilung der Anteile können ein wesentlicher Deal Breaker sein. Gründer möchten möglicherweise ihre Kontrollmehrheit behalten, während Investoren mehr Einfluss wünschen.

Intellektuelles Eigentum: Unklare Verhältnisse beim geistigen Eigentum, insbesondere Patente und Markenrechte, können Investoren abschrecken und somit als Deal Breaker fungieren.

Vertragsbedingungen: Bestimmte Klauseln in Verträgen, wie etwa Nicht-Konkurrenz-Klauseln oder Exklusivitätsvereinbarungen, können für eine Partei inakzeptabel sein und somit zum Deal Breaker werden.

Geschäftsmodell und Strategie: Differenzen bezüglich der Geschäftsstrategie oder des Modells können ebenfalls Deal Breaker darstellen. Investoren und Gründer müssen sich über die langfristigen Ziele des Unternehmens einig sein.

Vorbeugung und Umgang mit Deal Breakern

Für Startups ist es entscheidend, mögliche Deal Breaker frühzeitig zu identifizieren und aktiv anzugehen. Hier sind einige rechtliche Tipps:

Gründliche Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass alle Aspekte Ihres Unternehmens gut dokumentiert und rechtlich abgesichert sind. Dies umfasst etwa Finanzberichte, Eigentumsverhältnisse und geistiges Eigentum.

Transparente Kommunikation: Seien Sie in Verhandlungen offen und transparent. Klare Kommunikation über Ihre Erwartungen und Bedingungen kann helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Flexibilität zeigen: Obwohl einige Bedingungen nicht verhandelbar sein mögen, kann Flexibilität in anderen Bereichen hilfreich sein. Ein offener Dialog und Kompromissbereitschaft können oft Lösungen ermöglichen, die für beide Seiten akzeptabel sind.

Verträge sorgfältig prüfen: Lassen Sie alle Verträge von einem Anwalt prüfen, um sicherzustellen, dass keine versteckten Klauseln oder Bedingungen enthalten sind, die später zu einem Deal Breaker werden könnten.

Rechtstipp:

Bei Verhandlungen und Verträgen ist es für Startups unerlässlich, sich von einem erfahrenen Anwalt beraten zu lassen. Hier sind einige spezielle Bereiche, in denen eine anwaltliche Beratung besonders wichtig ist:

Verhandlung und Vertragsgestaltung: Anwälte können helfen, Verträge zu entwerfen und zu verhandeln, die die Interessen des Startups schützen und potenzielle Deal Breaker verhindern.

Due Diligence: Eine gründliche Due Diligence-Prüfung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen offengelegt und bewertet werden. Anwälte können diesen Prozess überwachen und rechtliche Risiken identifizieren.

Streitbeilegung: Im Falle eines Konflikts können Anwälte Strategien zur Streitbeilegung entwickeln und das Startup vor rechtlichen Konsequenzen schützen.

Schutz des geistigen Eigentums: Anwälte können sicherstellen, dass das geistige Eigentum des Startups rechtlich geschützt ist und somit keine Deal Breaker in diesem Bereich entstehen.

Wie können wir helfen?

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Foto(s): pixabay


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