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„Die Anleger sind wieder die Dummen!“ Offener Immobilienfonds CS Euroreal bleibt geschlossen

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Hamburg, 12. Mai 2011 - Die Geschäftsführung des offenen Immobilienfonds CS Euroreal hat am 11. Mai bekanntgegeben, dass der Fonds für weitere zwölf Monate keine Anteile zurücknimmt. Zuvor hatten schon der SEB ImmoInvest und der KanAm Grundinvest die Fortdauer der Schließung ihrer Fonds verkündet. Damit sind weiterhin Anlegergelder von mehr als 20 Milliarden bei offenen Immobilienfonds blockiert. Der CS Euroreal mit 6,06 Milliarden Euro und der SEB ImmoInvest mit 6,4 Milliarden Euro Investitionsvolumen gehören dabei zu den Schwergewichten. „Die Anleger sind wieder die Dummen und werden hingehalten. Wir gehen insgesamt von rund einer Millionen betroffenen Anlegern aus", sagt Fachanwalt Peter Hahn von Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp).

Für betroffene Anleger sieht Hahn drei Handlungsalternativen:

  • Verkauf über den Zweitmarkt: Bei geringer Differenz zwischen aktuellem Börsenkurs und dem aktuellen Marktwert der Immobilien, kann ein Verkauf wirtschaftlich sinnvoll sein. Zudem können auch nach einem Verkauf Schadensersatzansprüchen gegen die Bank oder die Kapitalanlagegesellschaft geltend gemacht werden.
  • Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank: Banken müssen anleger- und objektgerecht beraten. Wenn ein Anleger sein Geld für ein bis zwei Jahre in einer sicheren Anlage parken wollte, war die Empfehlung, Anteile zum Beispiel an einem Fonds wie dem CS Euroreal und SEB ImmoInvest zu erwerben, nicht anlegergerecht.

Nicht objektgerecht ist eine Beratung, wenn dem Kunden vor Erwerb von Fondsanteilen kein Verkaufsprospekt angeboten wurde und ihm weder die Risiken erläutert noch auf negative Berichte der Wirtschaftspresse über die angebotene Anlage hingewiesen wurde. Offene Immobilienfonds wurden häufig als „so sicher wie Festgeld" angeboten.

Zudem muss die Bank auf ihre Rückvergütungen für die erfolgreiche Vermittlung hinweisen. Weil beim Verschweigen von Rückvergütungen in der Regel Vorsatz anzunehmen ist, dürften diese Ansprüche meist noch nicht verjährt sein.

  • Schadensersatzansprüche gegen die Kapitalanlagegesellschaft: Sie können bei falschen Prospektangaben geltend gemacht werden.

Peter Hahn empfiehlt den betroffenen Anlegern, ihre Ansprüche prüfen und sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Wichtig sei auch, schnell zu handeln, da der Erwerb offener Immobilienfonds als Wertpapiergeschäft mit einer dreijährigen Verjährungsfrist gilt.

RA Peter Hahn, M.C.L.

Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft

Am Kaiserkai 10

20457 Hamburg

Fon: +49-40-367987

Fax: +49-40-365681

E-Mail: peter.hahn@hahn-rechtsanwaelte.de

http://www.hahn-rechtsanwaelte.de

Zum Kanzleiprofil:

Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp) wird in JUVE, Handbuch für Wirtschaftskanzleien 2010/2011, als eine der empfohlenen Kanzleien im Kapitalanlegerschutz benannt. Der Kanzleigründer, RA. Peter Hahn, M.C.L., ist seit 20 Jahren ausschließlich im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig. RA. Hahn und RAin. Dr. Petra Brockmann sind Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht und gehören laut JUVE-Handbuch zu den „häufig empfohlenen" Anwälten. Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft mit Standorten in Bremen, Hamburg und Stuttgart vertritt ausschließlich geschädigte Kapitalanleger.


Rechtstipp vom 12.05.2011
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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