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Die unendliche Geschichte: der Dieselskandal

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Die Schlagzeilen zum Diesel-Abgasskandal lassen nicht nach: Vorwürfe sittenwidrigen Verhaltens, Urteile zuungunsten von VW, die Rückabwicklung von Finanzierungsverträgen, immer wieder neue Rückrufaktionen.

Vor ca. viereinhalb Jahren wurde bekannt, dass der von Volkswagen entwickelte Motor „EA189“ eine illegale Abschalteinrichtung enthält. Er wurde in zahlreichen Fahrzeugen von VW – aber auch bei Audi, Skoda und Seat – verbaut.

Seitdem sind viele getäuschte Autokäufer gegen VW vorgegangen und waren größtenteils erfolgreich – sei es, indem VW sich außergerichtlich mit ihnen geeinigt hat, um ein Urteil zu vermeiden. Zusätzlich haben sich über 400.000 Betroffene, deren Fahrzeuge besagten Motor enthalten, der Musterfeststellungsklage angeschlossen. Wie die Anwaltskanzlei Lenné jedoch bereits berichtete, hat sich diese in der Zwischenzeit als überaus langwieriges Verfahren herausgestellt.

In den folgenden Jahren wurde bekannt, dass diese Manipulation kein Einzelfall war. 2016 stellte sich heraus, dass der Motor „EA897“ ebenfalls eine illegale Abschalteinrichtung enthält. Verschiedene Varianten des 3,0-l-Motors, der in Fahrzeugen von VW, Audi und Porsche verbaut ist, enthalten eine oder sogar zwei dieser unerlaubten Vorrichtungen.

Daraufhin ordnete das Kraftfahrtbundesamt an, dass ein Software-Update für diesen Motor entwickelt und aufgespielt werden müsse. So wurden zahlreiche Fahrzeugbesitzer darüber informiert, dass sie eine Werkstatt aufsuchen sollten, um das Update durchführen zu lassen.

Doch auch in den Jahren 2017 und 2018 wurden diese illegalen Einrichtungen in weiteren Fahrzeugen entdeckt, sodass das Kraftfahrtbundesamt weiterhin Rückrufaktionen anordnet und auch dieses Jahr noch viele Fahrzeugbesitzer diesbezüglich angeschrieben wurden.

Wenn auch Sie zu den betroffenen Kunden gehören und ein solches Schreiben erhalten haben, sollten Sie keinesfalls zögern, sondern gegen den Hersteller Ihres Fahrzeuges vorgehen. Ihre Ansprüche sind keinesfalls verjährt, da erst in den letzten ein bis drei Jahren bekannt geworden ist, dass dieser Motor ebenfalls betroffen ist.

Durch den eingetretenen Wertverlust der manipulierten Fahrzeuge und die drohenden Fahrverbote in zahlreichen Städten ist das derzeit die beste Option, um nicht auf Ihrem Schaden sitzenzubleiben.

Dabei haben Sie gute Erfolgsaussichten: Auch zu diesem Motortyp liegen bereits mehrere Urteile vor, in denen die Ansprüche der betroffenen Kunden wegen sittenwidriger Schädigung durch den Hersteller bejaht werden. Besonders gute Chancen haben jene Kunden, die ihr Fahrzeug finanziert haben. In einem aktuellen Fall vor dem Landgericht Berlin konnte der Käufer das Auto aufgrund fehlerhafter Widerrufsinformationen in seinem Vertrag zurückgeben und den Vertrag rückabwickeln, ohne dass er dabei eine Nutzungsentschädigung zahlen musste.

Wenn Ihr Fahrzeug betroffen ist und Sie Schadensersatzansprüche geltend machen möchten, vereinbaren Sie gerne einen Termin zur kostenlosen Erstberatung bei der Anwaltskanzlei Lenné, um Ihren individuellen Fall und das beste Vorgehen zu besprechen.


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