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Fotoklau im Internet – Was Sie dagegen unternehmen können

Fotoklau bei eBay oder im Internet: Die Rechtslage

Viele eBay-Händler oder auch Privatpersonen kennen das Problem. Man hat sehr viel Mühe, Zeit und Geld in die Erstellung hochwertiger Fotos für den eigenen Online-Shop oder die Internetauktion investiert, um die angebotenen Produkte möglichst gut zu präsentieren.

Häufig muss der Urheber dann aber feststellen, dass seine Bilder auch von anderen Anbietern in deren eBay Auktionen verwendet werden. Das unerlaubte Verwenden fremder Bilder ist selbstverständlich verboten. Dieses Verbot gilt sowohl für gewerbliche als auch für private Verkäufer.

Das Urheberrecht schützt jede Art von Fotos, egal ob es sich dabei um hochwertige Aufnahmen handelt, die von einem Fotografen angefertigt wurden oder ob es sich um den einfachen Urlaubsschnappschuss handelt. Rechtlich obliegt es allein dem Urheber darüber zu entscheiden, ob wann und wie seine Bilder veröffentlicht werden sollen.

Besonders hochwertige Fotos genießen dabei den Schutz als sog. Lichtbildwerke gemäß § 2 Absatz 1 Nr. 5 UrhG. Alle anderen Fotos sind zumindest als Lichtbilder nach § 72 UrhG urheberrechtlich geschützt.

Abmahnung und Unterlassungsanspruch bei Urheberrechtsverletzung

Dem Urheber steht im Falle einer Urheberrechtsverletzung zunächst ein Unterlassungsanspruch aus §§ 97 Absatz 1 und 2, 72 Absatz 1 Nr. 1, 16 und 19a UrhG gegen den Verletzer zu. Der Verletzer ist verpflichtet, die unberechtigt verwendeten Bilder umgehend und vollständig von seiner Internetseite oder aus seinem Angebot zu entfernen.

Der Verletzer kann vom Urheber anwaltlich abgemahnt und zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung aufgefordert werden. Die Abmahnung dient dazu, den Verletzer effektiv dazu anzuhalten, sein rechtswidriges Verhalten, hier also die unberechtigte Verwendung der Bilder des Urhebers, künftig zu unterlassen.

Die strafbewehrte Unterlassungserklärung hat den Zweck, die Wiederholungsgefahr zu beseitigen. Diese Wiederholungsgefahr wird dabei bereits nach der ersten widerrechtlichen Verwendung angenommen. Die Unterlassung muss zudem „strafbewehrt“ sein d.h. der Verletzer muss sich mit der Unterlassungserklärung verpflichten, für den Fall der Zuwiderhandlung eine angemessene Vertragsstrafe zu bezahlen.

Der Verletzer muss die Kosten der Abmahnung tragen

Ist die Abmahnung berechtigt, muss der Verletzer für die durch die Abmahnung entstandenen Kosten aufkommen. Die Höhe der entstehenden Anwaltskosten richtet sich nach dem Gegenstandswert. Der Gegenstandswert wiederum ist unter anderem davon abhängig, ob die Urheberrechtsverletzung im privaten oder geschäftlichen Bereich erfolgt ist und welchen Umfang die Urheberrechtsverletzung hat.

Schadensersatzanspruch nach § 97 Absatz 2 UrhG

Der Urheber hat aufgrund der Rechtsverletzung gegen den Verletzer einen Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz. Die Höhe des Schadensersatzes wird häufig anhand der sogenannten Lizenzanalogie ermittelt. Die zu zahlende Lizenzgebühr richtet sich danach, was ein professioneller Fotograf und ein gewerblicher Händler generell als angemessene Lizenz vereinbart hätten. Hier werden vielfach die Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing „MFM“ herangezogen.

Bei unterlassener Benennung des Urhebers wird von der Rechtsprechung ein Aufschlag von 100 % auf den Schadensersatz zuerkannt (doppelte Lizenzanalogie).

Werden auch Ihre Bilder unberechtigt im Internet verwendet?

Wenn auch Sie festgestellt haben, dass Ihre Bilder von Dritten unberechtigt verwendet werden, kontaktieren Sie uns gerne kostenlos und unverbindlich. Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Urheberrecht gerne zur Verfügung.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Urheberrecht & Medienrecht

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