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Gaming in Malta: Neues Glücksspiel-Gesetz kommt im Sommer 2018

Rechtstipp vom 19.03.2018
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Rechtstipp vom 19.03.2018
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Eine neue Gaming Gesetzgebung wird im maltesischen Parlament in den kommenden Wochen vorgelegt. Die Regierung will damit sicherstellen, dass Malta als Jurisdiktion weiterhin eine topmoderne, sichere und effiziente gesetzliche Grundlage für die Gaming Industrie bietet, damit diese sich auf der Insel auch in Zukunft entwickeln und Innovationen vorantreiben kann.

Wesentliche Regelungen des neuen Glücksspielgesetzes umfassen:

  • Ein neu strukturiertes, einfacheres Lizenz-System

Es wird eine neue Lizenz-Systematik eingeführt, die lediglich unterscheidet zwischen Business-to-Business-Lizenzen (B2C), also alle Angebote, die sich direkt an den Endverbraucher richten, und Business-to-Business-Lizenzen (B2B), mithin alle Plattformangebote, die sich an Anbieter selbst richten.

  • Automatisiertes Reporting

Zunehmend soll in Zukunft das Reporting an die Gaming-Behörde, die Malta Gaming Authority (MGA), online und damit automatisiert ablaufen, um die Prozesse schneller und effizienter zu gestalten.

  • B2C-Lizenzen werden vollständig von der Gaming-Steuer befreit
  • Key Official Funktion wird segmentiert

Gaming-Anbieter in Malta benötigen als Verbindungsperson zur MGA einen ortsansässigen sogenannten Key Official, der auch Director in der Gaming-Gesellschaft ist und eine Reihe von unter anderem Reporting-Aufgaben gegenüber der MGA wahrnimmt. Die Funktion soll segmentiert und damit das Verantwortungslevel des Key Officials erhöht werden. 

  • Stärkung der MGA-Befugnisse im erforderlichen Rahmen 

Durch eine Reihe von Einzelmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Gaming-Behörde MGA über das notwendige Instrumentarium verfügt, um in Missbrauchsfällen oder bei sonstigen Verstößen schneller, effizienter, aber stets verhältnismäßig eingreifen zu können.

Ziel der neuen gesetzlichen Vorschriften ist es dazu beizutragen, aktuelle Technologien und Entwicklungen in der Glücksspiel-Industrie regulatorisch zukunftsorientiert abzubilden, um damit Malta auch in den kommenden Jahren an der Spitze der Entwicklung im Gaming-Sektor zu halten. Gleichzeitig soll damit gewährleistet werden, dass die Nutzer der Angebote weiterhin das notwendige Maß an Verbraucherschutz genießen.

Die Regierung erwartet, dass die neuen gesetzlichen Grundlagen dazu führen, dass der Gaming-Sektor in Malta weiter wachsen wird in einem Umfang von etwa 4 % pro Jahr ab 2019.

Wir werden über das weitere Gesetzgebungsverfahren berichten.


Rechtstipp aus der Themenwelt Marketing und Internet und dem Rechtsgebiet Internationales Wirtschaftsrecht | Maltesisches Recht

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