hoppe-und-schultz.com – Betrugsverdacht?

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Anleger sollten vorsichtig bei Anlagen über hoppe-und-schultz.com sein, da der Anbieter im Fokus der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) steht.

Über hoppe-und-schultz.com werden u. a. Kapitalanlagen in Form von Festgeldanlagen und eine Vermögensverwaltung angeboten.

Auf der Internetseite wird damit geworben, dass man seit der Gründung im Jahr 2004 über langjährige Erfahrung und Expertise in der Finanzbranche verfügen würde und die fundierte Kenntnis der Märkte es ermöglichen würde, maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden zu entwickeln.

Außerdem wird, insoweit fälschlicherweise, dargestellt, dass die Zertifizierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein hohes Maß an Professionalität und Seriosität garantieren würde und man sich darauf verlassen könne, dass man höchsten Standards in der Finanzberatung entspreche.

Eindringliche Warnung vor hoppe-und-schultz.com seitens der BaFin 

Die BaFin hat kürzlich aber einen Warnhinweis veröffentlicht, dass sie gegen die unbekannten Verantwortlichen von hoppe-und-schultz.com ermittelt, da ohne ihre Genehmigung eine Vermögensverwaltung, eigene Aktienfonds, eine Anlageberatung sowie Festgeldanlagen offeriert würden.

Soweit von den Betreibern von hoppe-und-schultz.com behauptet würde, dass man dafür eine Erlaubnis der BaFin habe, ist dies laut BaFin unzutreffend.

Festgeldangebote über hoppe-und-schultz.com ohne Erlaubnis der BaFin 

Das Angebot von Festgeldern bedeutet, wenn eine unbedingte Rückzahlung des eingezahlten Kapitals in Aussicht gestellt wird, ein Bank- bzw. Einlagengeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG). Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein Anleger in der irrigen Annahme einer Einzahlung auf ein Konto leistete, dass es sich dabei um ein Festgeldkonto auf seinem Namen handelt und das Konto aber in Wirklichkeit, da es auf die IBAN und nicht den Namen des Empfängers ankommt, auf den Anbieter der Anlage oder mit ihm verbundene Personen oder Gesellschaften lautet.

Eine dafür nötige Erlaubnis der BaFin haben die Betreiber von hoppe-und-schultz.com nicht.

Auch das Angebot einer Vermögensverwaltung stellt eine Finanzportfolioverwaltung im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 9 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) dar, für die eine Erlaubnis der BaFin nötig ist, die auch nicht gegeben ist.

Weitere Indizien für einen Betrugsverdacht bei hoppe-und-schultz.com

Eine Aufsicht bzw. Regulierung durch die BaFin ist für Anleger naturgemäß ein wichtiges Kriterium für ihre Anlageentscheidung. Soweit aber von den Verantwortlichen von hoppe-und-schultz.com fälschlicherweise behauptet wird, dass eine Regulierung durch die BaFin bestehen würde und Anleger insoweit in die Irre geführt werden, ist dies bereits ein Anzeichen für eine mögliche betrügerische Schädigung von Anlegern.

Auch liegt ein Betrugsverdacht nahe, soweit es sich laut BaFin bei hoppe-und-schultz.com um einen Namens – bzw. Identitätsmissbrauch zu Lasten der Firma „Hoppe & Schultz AG“ handelt, die in keiner Verbindung zu dieser Webseite stehen würde.

Möglichkeiten für Anleger der hoppe-und-schultz.com

Wenn Anleger über hoppe-und-schultz.com Gelder für eine Festgeldanlage eingezahlt haben und dies ein Bank- bzw. Einlagengeschäft darstellt, ist für ein Anleger ein Schadensersatzanspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 32 KWG darstellbar.

Auch im Falle eines unerlaubten Betreibens einer Finanzportfolioverwaltung ohne Erlaubnis der BaFin kann sich für einen Anleger ein Schadensersatzanspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 WpIG ergeben.

Falls Sie Anlagen bei hoppe-und-schultz.com getätigt haben und sich Probleme ergeben, sollten Sie rasch anwaltliche Hilfe suchen. Sie sollten vor allem dann rasch handeln, wenn eingezahltes Kapital oder fällige Zinsen nicht ausgezahlt werden.

Anleger können sich gerne an die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner wenden, die Anleger zu ihren rechtlichen Möglichkeiten berät und bei der Durchsetzung von Forderungen unterstützt.

Für ein Ersttelefonat, in dem Ansatzpunkte und z. B. Kostenfragen erörtert werden, entstehen auch ohne weitere Tätigkeiten keine Kosten.

Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner verfügt auch seit circa 30 Jahren über ein umfangreiches Know-how und Erfahrungen hinsichtlich der Vertretung von geschädigten Kapitalanlegern.

Stand: 10.07.2024

Kompetenz und Erfahrung seit 30 Jahren im Kapitalanlagerecht, Anlagebetrug 

Oliver Busch erhielt seine Zulassung als Rechtsanwalt 1992. Er ist Mitglied im Verein für Bankrechtskunde und im Rechtsforum-Finanzdienstleistungen e. V..

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bank- und Börsenrecht, Kapitalanlagebetrug, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht.

Rechtsanwalt Busch aus München ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Anlegerschutzrecht Aktuell“ und er ist als Autor und Referent zu verschiedenen Themen aus dem Kapitalanlagerecht tätig

Foto(s): https://www.kanzlei-ebp.de/wp-content/uploads/2013/11/Farbe-9147.jpg


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