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Karatbars International GmbH/Karatgold Coins – BaFin ordnet Rückabwicklung an

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2011 gründete der Stuttgarter Unternehmer Harald Seiz laut Angaben auf der Firmenwebsite die Karatbars International GmbH. Seiz plante unter anderem, mit einer goldgedeckten Kryptowährung ein neues globales Zahlungsmittel zu etablieren. Die virtuelle Währung sollte durch die Sicherheit des Goldes eine renditestarke und zugleich sichere Anlageoption sein.

BaFin ordnet Rückabwicklung an

Um seine Kryptowährung auf den Markt zu bringen, gründete Harald Seiz im Karibikstaat Belize die Stiftung Karatbit Foundation, die den Karatgold Coin (KBC) emittiert.

Allerdings fehlt dem Unternehmen die von der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) erforderliche Genehmigung. Mit Bescheid vom 21.10.2019 hat die Behörde daher nun angeordnet, die Ausgabe des Karatgold Coins einzustellen und abzuwickeln. Der Grund: Die Zusicherung eines festen Wechselkurses zwischen Krypto-Token und Edelmetall stufte die BaFin als E-Geld ein. Um E-Geld in Deutschland ausgeben zu dürfen, bedarf es einer Erlaubnis der Finanzbehörde. Die Anordnung der BaFin bedeutet konkret, dass das eingezahlte Geld wieder an die Investoren zurückfließen muss.

Die Anleger müssen nun um das investierte Kapital bangen. Die Werthaltigkeit der Coins lässt sich nicht überprüfen, da die neue Währung noch nicht gehandelt wird. Zudem liegen seit 2015 keine offiziellen Geschäftszahlen mehr vor. 

Ermittlung wegen Betrugs

Wie das Handelsblatt in einem Artikel vom 11.11.2019 berichtet, ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Stuttgart, unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug. 

Prominente distanzieren sich von Karatbars

Laut Informationen des Handelsblatt vom 15.11.2019 waren die beiden Fußballstars Lothar Matthäus und Patrick Kluivert von dem Karatbars-Chef zu einem Event in Amsterdam eingeladen worden. Die prominenten Gäste sollten durch ihren Auftritt Werbung für die Kryptowährung machen. Nach der Veröffentlichung des BaFin-Bescheids sollen sich Matthäus und Kluivert jedoch von dem Unternehmen distanziert haben.

Die im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Bender & Pfitzmann aus Düsseldorf bietet betroffenen Anlegern eine kostenlose Erstberatung an. Anleger sollten frühzeitig fachanwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um einschätzen zu lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten und Erfolgsaussichten in ihrem Fall bestehen.

Bender & Pfitzmann Rechtsanwälte PartG mbB


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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