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Landgericht Stuttgart verurteilt Daimler AG zum Schadensersatz wegen Abgasmanipulation

Rechtstipp vom 21.01.2019
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Rechtstipp vom 21.01.2019
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Die Daimler AG ist aktuell in gleich drei Fällen vom Landgericht Stuttgart zum Schadensersatz wegen Abgasmanipulationen verurteilt worden. Medienberichten zufolge sollen die Schadenersatzzahlungen bis zu 40.000 EUR betragen haben. Der Konzern habe mit Unverständnis reagiert und die Überprüfung der Urteile in Aussicht gestellt. Dies verwundert auch nicht, denn die Daimler-Fahrer haben auf entsprechende Urteile nur gewartet. Nunmehr ist mit einer Klagewelle getäuschter Daimler-Kunden zu rechnen. Allein die Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann steht bereits jetzt mit einer dreistelligen Zahl an möglichen weiteren Klagen in den Startlöchern.

Landgericht Stuttgart: Daimler AG hat unzulässige Softwarefunktion verbaut

Das Landgericht Stuttgart hat erstmals festgestellt, dass die Daimler AG in bestimmten Motoren eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet habe. Eine Softwarefunktion soll die Abgasreinigung bei tiefen Temperaturen gedrosselt haben. Dieses sogenannte „Thermofenster“ sei nach Angaben von Daimler zum Schutze der Motoren notwendig gewesen. Diese Schutzbehauptung des Konzerns haben die Richter allerdings nicht durchgehen lassen. Vielmehr handelt es sich um eine unzulässige Abschalteinrichtung, wie es die Öffentlichkeit schon aus dem Skandal um die Volkswagen AG kennt. In den aktuell laufenden Gerichtsverfahren hat Daimler bereits zugegeben, dass diese Softwarefunktion in nahezu jedem Diesel-Fahrzeug dieser Marke eingesetzt wird. Bei einem der aktuellen Urteile des Landgerichts Stuttgart ging es um einen Mercedes Benz C 200 d T Modell mit der Schadstoffklasse EURO 6.

Die Strategie des Daimler-Konzerns erscheint der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann eindeutig. Die betroffenen Kunden werden auf den Gerichtsweg verwiesen und es wird auf Zeit gespielt. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich noch zeigen. „Bei uns melden sich täglich enttäuschte Daimler-Fahrer mit dem Wunsch auf eine Rückabwicklung ihres Diesel Fahrzeuges. Vor allem in den durch Fahrverbote betroffenen Großstädten wie Stuttgart ist die Verunsicherung der Daimler Kunden groß. Schließlich handelt es sich für die meisten Autofahrer um eine beträchtliche finanzielle Investition“, sagt Rechtsanwalt Georgios Aslanidis, Partner der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann in Esslingen am Neckar bei Stuttgart.

Was können betroffene Dieselfahrer tun?

Infolge des sehr umfassenden Fahrverbotes versuchen viele betroffene Autobesitzer, ihr Auto zu verkaufen. Sinkende Verkaufspreise für ältere Diesel sorgen für zusätzlichen Unmut bei den Verkäufern – schließlich würden viele ihre Fahrzeuge einige Jahre weiter nutzen wollen.

Eine gute Möglichkeit, um dem Wertverlust zu umgehen, ist die Rückabwicklung des Kaufvertrages oder des Kreditvertrages bei finanzierten Autokäufen. Sowohl im Falle des Schadenersatzes, als auch im Falle eines Widerrufs des Kreditvertrages wird der Kaufvertrag rückabgewickelt. Neben mehreren Urteilen des Landgerichts Stuttgart gegen die Daimler AG wegen Abgasmanipulation bzw. der Mercedes Benz Bank wegen Widerruf des Autokredits liegen uns ferner positive Entscheidungen der Landgerichte Münster, Karlsruhe, Itzehoe und Hanau gegen die Daimler AG wegen Schadensersatz vor.

Als erfahrene Kanzlei mit über tausend Mandanten im Bereich des Dieselskandals bieten wir kostenlose Services zu diesem Thema an: Nutzen Sie unseren kostenlosen Online-Rechner oder kontaktieren Sie uns schnell und unverbindlich für eine kostenlose Erstberatung.


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht, Verkehrsrecht, Zivilrecht

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