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lhr Antrag auf BU-Rente wurde abgelehnt – was nun?

Rechtstipp vom 02.06.2018
(8)
Rechtstipp vom 02.06.2018
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Viele Menschen schließen für den Fall ihrer Berufsunfähigkeit eine Versicherung ab, um hierdurch ihren Lebensunterhalt abzusichern.

Rund 30 % der Versicherer verweigern jedoch die Zahlung der BU-Rente. Bei psychischen Krankheiten sind es sogar bis zu 60 %!

Das bedeutet für Sie jedoch nicht, dass Sie sich mit der Ablehnung zufriedengeben müssen. Die Ablehnung der Versicherung ist oft falsch und Sie sollten diese nicht ungeprüft hinnehmen. Die Begründung der Ablehnung der BU-Rente lautet in der Regel, dass der Nachweis der Berufsunfähigkeit nicht erbracht sei.

Dies liegt oftmals daran, dass der behandelnde Mediziner nicht den genauen Inhalt des Versicherungsvertrages kennen und die Begründung daher nicht den Anforderungen der Versicherungen entspricht.

Tricks der Versicherer

1. 
Als berufsunfähig gilt eine Person, wenn sie ihren aktuellen Beruf nur noch maximal 50 % wie zuvor ausüben kann. Die Versicherungen bezweifeln häufig, dass der BU-Grad erreicht wurde und verweigern deshalb die Zahlung der BU-Rente. Es wird immer öfter sogar das Vorliegen der Krankheit selbst infrage gestellt. Besonders oft ist dies der Fall, wenn es sich um psychische Krankheiten handelt (Burn-out, Depressionen usw.).

2. 
Viele Versicherer fechten die Verträge wegen arglistiger Täuschung an. Es geht dabei um die Frage, ob der Versicherte bei Vertragsschluss wahrheitsgemäße Angaben gemacht hat (z. B. Vorerkrankungen verschwiegen hat). Hierunter fallen auch verschwiegene Angaben über z. B. Allergien oder Heuschnupfen, selbst, wenn diese nichts mit der Arbeitsunfähigkeit zu tun haben. Wurde der Vertrag erfolgreich angefochten, müssen die Versicherer nicht bezahlen.

3. 
Wenn Sie dem Versicherer die Einwilligung erteilen, sämtliche Kranktheitsdaten von behandelnden Ärzten und von der Krankenversicherung abzufragen, kann sich das nachteilig auswirken. Die Versicherer erhalten Einblicke in alle Akten, handschriftliche Notizen und Verdachtsdiagosen. von welchen selbst der Patient oftmals keine Kenntnis hat Sie wissen genau, wonach sie suchen müssen, um die Zahlung der BU-Rente zu verhindern.

4. 
Einige BU-Verträge enthalten eine sog. „abstrakte Verweisungsklausel“. Hiernach können die Versicherer vom Versicherten die Ausübung einer anderen, ähnlichen beruflichen Tätigkeit verlangen (z. B. statt körperlich stark belastender Arbeit, einfache Bürotätigkeiten). Ob der Versicherte in diesem Beruf tatsächlich eine Anstellung findet, spielt hierbei keine Rolle. Für die Versicherung genügt es, dass diese zeigt, dass es eine entsprechende Verweisungs-Tätigkeit gibt, um keine BU-Rente bezahlen zu müssen.

Was können wir für Sie tun?

Wir werden gerne Ihre Unterlagen prüfen und Ihnen eine erste kostenlose Einschätzung geben, ob die Ablehnung Ihrer Krankenversicherung gerechtfertigt war oder nicht.

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder schicken Sie uns eine E-Mail!

Sofern eine Rechtsschutzversicherung besteht, holen wir für Sie kostenlos eine Deckungszusage ein. in der Regel übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten.


Rechtstipp aus der Themenwelt Berufsunfähigkeitsversicherung und dem Rechtsgebiet Versicherungsrecht

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