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Lohndumping, oder wie Firmen im Reinigungsgewerbe immer wieder Tarifverträge (TV) umgehen

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Laut TV schuldet die Reinigungsfirma 6,58 € pro Stunde. Aber was macht die Firma, um das zu umgehen. Sie erklärt sämtlichen Reinigungskräften, dass es nicht auf die Stunden ankomme, sondern auf die gereinigten Zimmer. 24 Zimmer müssten halt innerhalb kürzester Zeit gereinigt werden.

Im Arbeitsvertrag steht dann bei den Geringverdienern auch noch drin, dass der Arbeitseinsatz auf Abruf erfolgt und maximal 55 Stunden im Monat beinhaltet.

Tatsächlich sind die Zimmer, welche zu reinigen sind, niemals in dieser Zeit zu schaffen. Es wird also eigentlich nach gereinigten Zimmern bezahlt, was dem Tarif widerspricht.

Also arbeiten hunderte von Betroffenen in dieser Firma Tag für Tag mehr Arbeitsstunden und erhalten im Schnitt nicht mehr 6,58 € pro Stunde, sondern ca. die Hälfte.

Das nenne ich eine Form des Lohndumpings.

Wenn schon 6,58 € pro Stunde bezahlt werden müssen, was ja auch noch nicht als Spitzenlohn bezeichnet werden kann, dann sollten diese aber auch bezahlt werden.

Für die Betroffenen ist Achtung geboten: Im Tarifvertrag sind oftmals Ausschlussfristen enthalten. D.h. man muss seine Ansprüche rechtzeitig geltend machen, sonst verfallen diese. 

Rechtsanwalt Borth

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Rechtstipp vom 07.04.2009
aus der Themenwelt Job und Karriere und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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