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Schneekoppe unter dem Schutzschirm: Was bringt die Insolvenz für die Anleihen-Anleger mit sich?

Es hätte viele bessere Anlässe für den Naturkosthersteller Schneekoppe gegeben, um wieder von sich reden zu machen. Es war jedoch der Gang zum Insolvenzgericht, der dem Unternehmen Aufmerksamkeit zukommen ließ. Seit dem 08.08.2014 befindet die Schneekoppe Lifestyle GmbH in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Genauer befindet sich Schneekoppe derzeit in einem sogenannten „Schutzschirmverfahren“.

An dieser Stelle stellt sich zunächst die Frage, was das ob sich ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung von einem „regulären“ Insolvenzverfahren unterscheidet. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass bei einem Verfahren in Eigenverwaltung nicht ein vom Gericht bestimmter (vorläufiger) Insolvenzverwalter an die Spitze des Unternehmens rückt. Stattdessen wird der Unternehmensführung ein vom Gericht bestellter Sachwalter an die Seite gestellt.

Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens soll in einem frühen Stadium des Insolvenzverfahrens geklärt werden, ob eine Sanierung des Naturkostherstellers umgesetzt werden kann. Der Schneekoppe Lifestyle GmbH wurde bis zum 08.11.2014 Zeit eingeräumt, um einen Plan für eine Unternehmenssanierung vorzulegen. Am Ende dieser dreimonatigen Zeitspanne entscheidet das Gericht, ob bei der Schneekoppe Lifestyle GmbH das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung oder ob ein „reguläres“ Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Welche Auswirkungen hat das für Anleger, die in die Schneekoppe-Anleihe (WKN: A1EWHX; ISIN: DE000A1EWHX9) investierten? Zunächst ist festzuhalten, dass noch offen ist, welches konkrete Ergebnis am Ende des Schutzschirmverfahrens der insolventen Schneekoppe Lifestyle GmbH stehen wird. Doch bereits die jetzige Situation kann für betroffene Anleihen-Anleger belastend sein – trotz oder gerade wegen der Unsicherheit, wie es konkret weitergehen wird.

Denn sie sehen sich mit einem Insolvenzverfahren und dessen von rechtlichen Regeln durchdrungenen Procedere konfrontiert. Für jene, die sich noch nie einer Insolvenz befassen mussten, kann diese ungewohnte Situation schwierig sein. Anleger, die professionelle und fachkundige Unterstützung wünschen, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Für die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen ist auch Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Ralph Sauer tätig, welcher selbst als Insolvenzverwalter tätig ist.


Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht


Rechtstipp vom 28.08.2014
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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