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Voller Gefahren: Online-Banking per Smartphone

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Banking mit dem Smartphone – das liegt heute absolut im Trend. Doch viele Smartphone-Nutzer unterschätzen dabei die Gefahren durch Schadsoftware. Angriffe mit mobilen Banking-Trojanern haben sich in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Erfahren Sie nachfolgend mehr über die Gefahren und wie Sie sich bestmöglich schützen.

In der ersten Jahreshälfte wurden rund 10.000 Attacken mit Schadprogrammen, sog. Finanz-Malware, dokumentiert. Dabei versuchen die Angreifer, Zugangsdaten zum Online-Banking, Kreditkarten- und Kontonummern und inzwischen sogar Kryptowährungen wie Bitcoin abzugreifen. Im Fokus der Angriffe stehen sowohl die Bankkunden also auch die Banken selbst. In einem aktuellen Fall wurden die persönlichen Daten von ca. 90.000 Mastercard-Kunden plötzlich online zugänglich gemacht, z. B. die E-Mail-Adressen der Nutzer. Diese werden von den Angreifern häufig genutzt, um gefälschte, für den Nutzer besonders gefährliche E-Mails zu verschicken, die sogenannten Phishing-Mails.

Vorsicht vor Phishing-Mails

Phishing-Mails wirken in der Regel täuschend echt. Die Bankkunden sollen so dazu gebracht werden, ihre Zugangsdaten bzw. PIN preiszugeben. Häufig gelangen dabei schädliche E-Mail-Anhänge wie gefälschte Rechnungen auf das Smartphone. Inzwischen greifen die Cyberkriminellen auch über eigens dafür programmierte, frei verfügbare Apps die Daten der Smartphone-Nutzer ab. Berichten zufolge gab es in der ersten Jahreshälfte 2019 außerdem 339.000 Phishing-Versuche über gefälschte Webseiten, die wie die Startseiten großer Finanzinstitute aussehen.

Android-Smartphones am häufigsten betroffen

Besonders oft trifft es scheinbar Nutzer des Google-Betriebssystems Android. Das mag einerseits daran liegen, dass Android-Geräte einen großen Marktanteil besetzen, aber auch daran, dass das Android-Betriebssystem, verglichen mit der Apple-Software, offener gestaltet ist. Externe Entwickler haben es leichter, eigene Apps zu programmieren und diese den Android-Nutzern anzubieten, ohne dass sie zum offiziellen App-Store gehören. Google hat kürzlich erst zahlreiche Apps mit Schadsoftware aus dem Verkehr gezogen.

So schützen Sie sich

Einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom aus dem Jahr 2018 zufolge nutzen nur 40 % der Befragten ein Antivirenprogramm auf ihrem Smartphone. Und das obwohl es immer häufiger für Bankgeschäfte genutzt wird: So wickelt über die Hälfte der Online-Banking-Nutzer ihre Bankgeschäfte inzwischen per Smartphone ab.

Um die Sicherheit ihres Smartphones beim Online-Banking zu erhöhen, sollten Nutzer regelmäßig Sicherheitsupdates sowie einen Virenschutz installieren und keinesfalls Software oder Anhänge von unbekannten Quellen öffnen oder installieren.

Darüber hinaus sollten sich Smartphone-Nutzer vor öffentlichen WLAN-Netzwerken in Acht nehmen und diese unter keinen Umständen für Online-Banking nutzen. Auch bei kostenlosen Apps ist Vorsicht geboten – vor allem dann, wenn sie Zugriff auf Daten erfordern, die nichts mit ihrer eigentlichen Funktion zu tun haben. Grundsätzlich sollte man fürs Online-Banking die Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Experten empfehlen den Tan-Generator als Ergänzung zur Banking-App. Das biete die größte Sicherheit.

Sollten Sie das Opfer eine Cyber-Attacke geworden sein, stehe ich Ihnen als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Seite. In einer kostenlosen Erstberatung besprechen wir Ihren Fall eingehend.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, IT-Recht, Strafrecht

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