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Vorwurf der sexuellen Nötigung oft erfunden – jetzt wehren!

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Falscher Vorwurf: sexuelle Nötigung

Die Beschuldigung wegen eines Sexualdelikts (sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch) kommt für Betroffene häufig überraschend.

Vorladung häufig überraschend

In manchen Fällen zieht ein einvernehmliches Geschehen aus (zunächst) unerklärlichen Gründen plötzlich gravierende Anschuldigungen und Folgen nach sich, die bis zur Untersuchungshaft reichen. Gerade so kommt es vor, dass Betroffene sich überhaupt nicht erklären können, weshalb sie plötzlich eine Vorladung der Polizei erhalten, nach der die „Vernehmung als Beschuldigter erforderlich“ wegen des Vorwurfs einer sexuellen Nötigung, Vergewaltigung etc. erforderlich sein soll.

Viele falsche Beschuldigungen

Es hat sich gezeigt, dass die Zahl der falschen Anschuldigungen im Bereich der Sexualdelikte besonders hoch ist und scheinbar weiter steigt. Hierzu liegen verschiedene Einschätzungen in der ganzen Republik vor. So titelte die Ostsee-Zeitung 2015: „Acht von zehn Vergewaltigungen sind vorgetäuscht – die Kriminalpolizei in Rostock ermittelt mit hohem Aufwand. Doch die Mehrzahl der angezeigten Fälle von sexuellem Missbrauch sind erfundene Geschichten.“ 

Ähnliche Töne kommen von der Polizei in Bayern, wo sich in der Studie „Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in Bayern“ die Behauptung findet, dass „alle Sachbearbeiter von Sexualdelikten [...] sich einig [seien], dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden.“ 

Auch aus der forensischen Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf stammen ähnliche Einschätzungen. Dort gibt Prof. Klaus Püschel, an: „Erfahrungsgemäß haben wir in den letzten Jahren einen gewissen Anstieg sogenannter Fake-Fälle zu verzeichnen, bei denen Personen sich selbst zugefügte Wunden präsentieren und behaupten, einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein.“

Auch die Forschung macht entsprechende Beobachtungen; nach Untersuchungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) aus dem Jahr 2014 kam es im Jahr 2012 nur in 8,4 % aller angezeigten Sexualdelikte zu einer späteren Verurteilung. Der Anteil von 91,6 % hat sich offenbar als falsch, nicht ermittelbar oder nicht ausermittlungswürdig erwiesen.

Situation für den Betroffenen

Das alles macht die Situation für denjenigen, gegen den ein solcher Vorwurf erhoben wird, aber nicht besser. In den häufigen Fällen, in denen Aussage gegen Aussage steht, kommt es letztlich entscheidend darauf an, wie glaubhaft das (vermeintliche) Opfer ist. 

Hilfe für Beschuldigte

Wer mit dem falschen Vorwurf eines Sexualdelikts konfrontiert wird, (Vergewaltigung/Missbrauch/sexuelle Nötigung usw.), sollte sich umgehend durch einen auf diesem Gebiet erfahrenen Rechtsanwalt vertreten lassen. Erst aus der nur durch den Rechtsanwalt einsehbaren Ermittlungsakte ergibt sich der tatsächliche Stand des Verfahrens und die etwaige Möglichkeit, den Fall frühzeitig in die richtige Richtung zu lenken.

Dabei gilt es, Widersprüche in den belastenden Angaben selbst und im Verhältnis zu sonstigen Feststellungen und Umständen (Verletzungen/Beweismittel/etc.) aufzudecken und frühzeitig auch solche Tatsachen und Beweismittel in den Fokus zu nehmen, die den Vorwurf entkräften. Dies gilt vor allem dann, wenn eine Aussage-gegen-Aussage-Situation vorliegt.

Die Rechtsanwälte und Strafverteidiger Leonid Ginter und Nils Schiering, Kanzlei Ginter Schiering Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, verteidigen Beschuldigte engagiert und erfolgreich gegen des Vorwurf von Sexualdelikten.

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Rechtstipp vom 01.07.2018
aus der Themenwelt Untersuchungshaft und Haftbefehl und dem Rechtsgebiet Strafrecht

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