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VW-Softwareupdate wieder mit illegaler Abschalteinrichtung

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Der Skandal um VW reißt nicht ab. Wie nun bekannt wurde, ist das Softwareupdate, mit dem die illegale Abschalteinrichtung entfernt werden sollte, ebenfalls mit einer illegalen Abschalteinrichtung versehen. Somit haben auch jene, die ein Auto nach dem Aufspielen des Updates gekauft haben, Ansprüche gegen VW. 

2015 stellte sich heraus, dass zahlreiche Fahrzeuge von VW und den Tochterunternehmen illegale Abschalteinrichtungen beinhalteten. Durch die manipulierte Software war der Schadstoffausstoß der Autos im Straßenverkehr deutlich höher als von Behörden und Käufern angenommen.

Auf Anordnung des Kraftfahrtbundesamtes entwickelte VW daher ein Softwareupdate, mit dem die illegalen Abschalteinrichtungen entfernt werden sollten. Die Halter der jeweiligen Fahrzeuge wurden angeschrieben und aufgefordert, das Update aufspielen zu lassen. In der Folge kam es jedoch oft zu Problemen. So musste das Abgasrückführungsventil häufig gewechselt werden. Auch der Verbrauch erhöhte sich und die Leistung der Fahrzeuge lies nach. Allein damit ist die ganze Sache für die betroffenen Kunden schon mehr als ärgerlich. Doch nun geht der Skandal weiter.

Illegale Abschalteinrichtung – die Zweite

Wie sich inzwischen herausstellte, enthält nämlich auch das Softwareupdate eine illegale Abschalteinrichtung, und zwar in Form des sogenannten Thermofensters. Dieses sorgt nämlich dafür, dass der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge bei Temperaturen unter 10 bzw. über 32 Grad Celsius weiterhin deutlich erhöht ist, da die Abgasreinigung dann abgeschaltet wird. Das Gleiche passiert, sobald sich die Fahrzeuge auf einer Höhe von über 1.000 Metern befinden. Das Landgericht Düsseldorf entschied kürzlich, dass es sich auch bei diesem Thermofenster um eine illegale Abschalteinrichtung handelt.

Eine Abschalteinrichtung ist nur dann zulässig, wenn sie unter extremen Bedingungen zum Schutz des Motors eingreift. Temperaturen von unter 10 und über 32 Grad Celsius können aber kaum als außergewöhnliche Bedingungen bezeichnet werden, also Bedingungen, die in den Regionen, in denen die Autos verkauft und gefahren werden, nur selten vorkommen. Bislang ist noch unklar, warum die Softwareupdates dennoch durch das Kraftfahrtbundesamt freigegeben wurden. Für die juristische Bewertung spiele das allerdings keine Rolle, so das LG Düsseldorf.

Einmal mehr hat VW seine Kunden also insoweit getäuscht, dass die Autos nach dem Aufspielen des Updates keine illegalen Abschalteinrichtungen mehr enthalten würden. Verbraucher, die ihr Fahrzeug schon vor dem Update gekauft haben, wurden damit erneut belogen. Doch auch die Kunden, die ein solches Fahrzeug erst nach dem Aufspielen des Updates gekauft haben, wurden getäuscht, denn besagte Fahrzeuge enthielten, entgegen der Behauptungen von VW, auch nach dem Softwareupdate eine illegale Abschalteinrichtung.

Ansprüche gegen VW

Aufbauend auf dem Urteil des LG Düsseldorf können nun auch diejenigen gegen VW vorgehen, die ein Fahrzeug nach dem Durchführen des Softwareupdates erworben haben.

Sie haben ein Fahrzeug gekauft, bei dem bereits ein Softwareupdate stattgefunden hat? Sie sind davon ausgegangen, dass mit dem Fahrzeug deshalb alles in Ordnung ist und es keine illegale Abschalteinrichtung mehr enthält? Dann wurden Sie von VW getäuscht und sollten unbedingt erwägen, gegen den Automobilhersteller vorzugehen. Gerne können Sie einen Termin zur kostenlosen Erstberatung bei der Anwaltskanzlei Lenné vereinbaren, um über Ihre Ansprüche gegenüber VW und das beste Vorgehen in Ihrem Fall zu sprechen.


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