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Was ist die Vaterschaftsanfechtung?

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1. Voraussetzungen der Vaterschaftsanfechtung

Voraussetzung, um einen Antrag auf Vaterschaftsanfechtung stellen zu können, ist, dass ein Kind entweder ehelich geboren ist oder die Vaterschaft eines nichtehelich geborenen Kindes mit Zustimmung der Mutter wirksam anerkannt wurde.

2. Wirkung der Vaterschaftsanerkennung

Wurde die Vaterschaft anerkannt, so wird die Vaterschaft dieses Mannes für und gegen jedermann vermutet.

3. Wer kann die Vaterschaft anfechten?

Anfechtungsberechtigt sind das Kind, die Mutter, der Mann und der Mann, der sich für den wahren Erzeuger des Kindes hält.

4. Welche Frist gilt es zu beachten?

Es gilt eine Zweijahresfrist. Vor der Geburt des Kindes ist eine Anfechtung nicht möglich.

Für das Kind beginnt die zweijährige Frist jedoch nicht vor Eintritt der Volljährigkeit und nicht vor dem Zeitpunkt, in welchem das Kind selbst von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft des Mannes sprechen.

Für alle übrigen Antragsberechtigten beginnt der Fristlauf in dem Augenblick, in dem der jeweils Antragsberechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen. Die Frist wird jedoch nicht in Gang gesetzt, wenn bislang über die Vaterschaft lediglich Gerüchte oder Vermutungen kursieren.

5. Ist ein heimlich eingeholtes Abstammungsgutachten verwertbar?

Ein heimlich eingeholtes Abstammungsgutachten ist vor Gericht nicht verwertbar und kann somit auch nicht zum Beweis des Anfangsverdachts herangezogen werden.

Auch wenn ein heimlich eingeholtes Abstammungsgutachten vor Gericht nicht verwertbar ist, läuft ab dem Zeitpunkt der Kenntnis des Ergebnisses des heimlich eingeholten Abstammungsgutachten die Zweijahresfrist.

Sollten Sie einen Antrag auf Vaterschaftsanfechtung stellen wollen oder Beteiligter in einem derartigen Verfahren sein, stehe ich Ihnen als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung. Bitte nehmen Sie per E-Mail oder telefonisch Kontakt mit mir auf. In einem Besprechungstermin können wir das weitere Vorgehen in Ihrem Fall persönlich miteinander abstimmen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Familienrecht

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