Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Wissenswertes über Raub und räuberische Erpressung

(36)

Wann macht man sich wegen Raubes strafbar?

Unter Raub versteht das Gesetz die Wegnahme einer Sache mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung einer Drohung mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben. Der Gesetzeswortlaut ist wie folgt:

(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Raub setzt sich also aus einem Diebstahl und einer qualifizierten Nötigung zusammen.

Was ist räuberische Erpressung?

Bei dem Tatbestand der räuberischen Erpressung wird die Erpressung mittels Gewalt gegen eine Person oder durch Drohung mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben begangen. Räuberische Erpressung wird vom Raub durch das äußere Erscheinungsbild abgegrenzt.

Was sind typische Fälle der räuberischen Erpressung?

Ein Klassiker ist das sogenannte „Abziehen" oder „Abzocken" unter Jugendlichen. Die Aufklärungsquote liegt dabei im durchschnittlichen Bereich, wobei sich Täter und Opfer oft auch kennen.

Was für eine Strafe erwartet mich bei Raub?

Die Mindeststrafe bei Raub beträgt ein Jahr Freiheitsstrafe! Damit ist Raub ein Verbrechen im Sinne des Gesetzes und es liegt ein Fall der sogenannten notwendigen Verteidigung vor. Sie können sich also einen Rechtsanwalt als Pflichtverteidiger beiordnen lassen. Frau Rechtsanwältin Alexandra Braun übernimmt Ihre Verteidigung auch als Pflichtverteidigerin.

Und welche Strafe droht bei räuberischer Erpressung?

Räuberische Erpressung hat die gleiche Strafandrohung wie Raub, es droht also eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Was erwartet einen Jugendlichen, der wegen Raubes angeklagt wird?

Bei einem Jugendlichen kommt - je nach Vorbelastungen - durchaus auch eine Jugendstrafe in Betracht. Arrest ist ebenfalls eine denkbare Folge einer Verurteilung. Auch hier gilt, dass ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt und ein Pflichtverteidiger beizuordnen ist.

Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab?

Im Ermittlungsverfahren erfolgt in den meisten Fällen zunächst eine Strafanzeige des Geschädigten. Die Polizei führt dann für die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen durch. Als Beschuldigter erhalten Sie von der Polizei in der Regel eine Vorladung zur Vernehmung. Dieser sollten Sie nicht folgen, sondern zunächst von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Erst nach Akteneinsicht durch einen Strafverteidiger sollte die Entscheidung getroffen werden, ob Sie Angaben zur Sache machen. Akteneinsicht erhält der Strafverteidiger nach Abschluss der Ermittlungen. Unter Umständen erfolgt dann eine Stellungnahme zur Sache.

Wann sollte ich einen Rechtsanwalt beauftragen?

So früh als möglich! Im Ermittlungsverfahren lässt sich am leichtesten Einfluss auf den weiteren Verlauf des Verfahrens nehmen.

Rechtsanwältin Alexandra Braun

Strafverteidigerin

Beim Schlump 58

20144 Hamburg

Telefon: 040 - 35709790

Mail: kanzlei@verteidigerin-braun.de

Homepage: www.verteidigerin-braun.de


Rechtstipp vom 15.02.2012
aus der Themenwelt Strafverfahren und dem Rechtsgebiet Strafrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwältin Alexandra Braun (Rechtsanwaltskanzlei Braun)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.