Abmahnung wegen "Dead Island 2" erhalten? So reagieren Sie richtig!

  • 2 Minuten Lesezeit

Haben Sie eine Abmahnung wegen Filesharing des Computerspiels "Dead Island 2" erhalten?

Was tun bei einer Abmahnung?

Bewahren Sie Ruhe und nehmen Sie die Angelegenheit ernst. Die Abmahnungen sind in der Regel seriös. Zahlen Sie nicht voreilig und kontaktieren Sie die abmahnende Kanzlei nicht direkt. Beachten Sie die Fristen und suchen Sie umgehend rechtlichen Rat bei einem Anwalt, der Erfahrung mit Filesharing-Abmahnungen hat.

Nicht in jedem Fall sind Sie verpflichtet, den geforderten Betrag zu zahlen. Selbst wenn Sie die Tat begangen haben, gibt es oft Verhandlungsspielraum mit der abmahnenden Kanzlei.


Wieso wurden Sie abgemahnt, obwohl Sie die Tat nicht begangen haben?

Die Abmahnung beruht darauf, dass Ihre IP-Adresse in Verbindung mit der Rechtsverletzung stand. Die Rechteinhaber haben durch ein gerichtliches Auskunftsverfahren von Ihrem Internetanbieter erfahren, dass die fragliche IP-Adresse Ihrem Anschluss zugeordnet ist.

Da die Rechteinhaber nicht wissen können, wer konkret die Tat begangen hat, gehen sie zunächst davon aus, dass der Anschlussinhaber, also Sie, verantwortlich sind. Man spricht in diesem Zusammenhang von der sogenannten Täterschaftsvermutung. Als Anschlussinhaber sind Sie verpflichtet, nachzuweisen, dass nicht Sie, sondern möglicherweise jemand anderes in Ihrem Haushalt oder ein unbefugter Dritter die Tat begangen hat. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wir unterstützen Sie dabei, diese Vermutung zu widerlegen und die notwendigen Beweise und Erklärungen vorzulegen, um Ihre Unschuld nachzuweisen.


Rechtsanwaltskosten:

Die Rechtsanwaltskosten bei aktuellen Abmahnungen wegen des Computerspiels „Dead Island 2“ sind meiner Ansicht nach überhöht. Das Urhebergesetz begrenzt die Berechnung der Rechtsanwaltskosten zum Schutz der Verbraucher vor Massenabmahnungen auf einen Gegenstandswert von 1.000,00 €. Das bedeutet, dass die Anwaltskosten für Unterlassung und Beseitigung auf maximal 159,94 € beschränkt sind, es sei denn, es liegt ein Ausnahmefall vor. Ein Ausnahmefall kann dann vorliegen, wenn die Rechtsverletzung kurz nach der Markteinführung des Spiels erfolgte. Liegt die Erstveröffentlichung bereits knapp 1 Jahr zurück, liegt meiner Auffassung nach kein Ausnahmefall mehr vor, der die Überschreitung des Grenzwertes von 1.000,00 € rechtfertigt. In diesem Beitrag können Sie zu den Anwaltskosten in einer Abmahnung mehr erfahren.


Was können Sie tun?

  1. Überprüfung: Haben Sie die Tat begangen oder eine andere Person? Wenn Sie nicht der Täter sind, haften Sie nicht für die Urheberrechtsverletzung.
  2. Unterlassungserklärung: Geben Sie die beigefügte Unterlassungserklärung nicht ungeprüft ab. Oft macht die Abgabe einer modifizierte Unterlassungserklärung mehr Sinn, um eine ausufernde Haftung zu vermeiden.
  3. Schadensersatz: Der geforderte Schadensersatz ist häufig überhöht. Hier lohnt es sich mit Hilfe eines erfahrenen Rechtsanwalts in Verhandlungen zu treten.


Unsere Unterstützung

  • Sollten Sie die Urheberrechtsverletzung nicht begangen haben, werden wir die abmahnende Kanzlei kontaktieren und den Sachverhalt schildern und die Forderungen zurückweisen. So vermeiden wir ein mögliches Klageverfahren.
  • Sollten Sie die Urheberrechtsverletzung begangen haben und es keine Möglichkeit geben, die Abmahnung abzuwehren, verhandeln wir für Sie mit der abmahnenden Kanzlei. Unser Ziel ist es, die Gesamtforderung, auch unter Berücksichtigung unserer Kosten, zu reduzieren.


Kontaktieren Sie uns

Wir bieten Ihnen schnelle und kompetente Unterstützung zu einem Pauschalpreis. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Abmahnung prüfen und die bestmögliche Lösung finden.

Foto(s): Rene Bischoff


Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwalt Rene Bischoff

Beiträge zum Thema