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Achtung: Gefährlicher BKA-Trojaner im Umlauf

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Die neueste Variante des BKA-Trojaners hat es besonders in sich, weil sie nicht nur die Nutzer zum Zahlen auffordert, sondern darüber hinaus Kinderpornos auf den Rechner herunterlädt. Wie Sie sich verhalten sollten.

Es ist derzeit eine Malware im Umlauf, welche PC-Nutzer gezielt zu erpressen versucht. Dieser findet plötzlich ein LOGO vor, das angeblich vom BKA stammt. Diese gibt vor, dass der Rechner wegen unbefugter Aktivitäten gesperrt worden sei. Dabei wird die unzutreffende Behauptung aufgestellt, dass der Nutzer pornografische Inhalte mit Minderjährigen auf seinen PC geladen habe. Damit keine Strafverfolgung erfolge, soll er per Ukash oder Paysafecard 100 Euro zahlen.

Die neueste Variante geht dabei nach einer Meldung von eco besonders dreist vor: Sie hat zu diesem Zeitpunkt bereits Kinderpornos auf den Computer heruntergeladen.

Das Problem dabei ist, dass der Besitz oder das Verschaffen von Kinderpornos bereits strafbar ist nach § 184 b StGB. Nach dem Wortlaut dieser Vorschrift spielt es dabei keine Rolle, aus welchem Grund die kinderpornografischen Bilder auf ihren Rechner gekommen sind. Von daher sollten Sie auch nach den Empfehlungen des BKA´s die Fotos nicht zwecks Beweissicherung auf dem Rechner behalten.

Sie sollten in dieser Situation keinesfalls zahlen, da diese Meldung nicht vom BKA stammt. Vielmehr handelt es sich um eine Masche von Kriminellen, die Sie abzocken wollen. Wer zahlt, sieht wohl sein Geld nicht wieder. Denn es handelt sich hier um anonymisierte Zahlungswege, die normalerweise nicht zurückverfolgt werden können. Das gilt übrigens auch, wenn ein angeblicher Rechtsanwalt sie wegen angeblichen Filesharings von urheberechtlich geschützten Werken per E-Mail abmahnt. In diesem Fall handelt es sich mit großer Sicherheit um ein Fake- also einen Kriminellen, der womöglich sogar unter dem Namen eines bekannten Abmahnanwaltes auftritt. Dies gilt jedenfalls, wenn er Sie zur Zahlung auf einem anonymisierten Zahlungsweg auffordert.

Darüber hinaus sollten Sie den Trojaner samt Fotos mit einem Virenscanner entfernen, den Sie stets aktuell halten sollten. Dabei können Sie sich beispielsweise der von dem Anti-Botnet Zentraum des eco empfohlenen kostenfreien Tools HitmanPro bedienen. Selbstverständlich stehen wir für Rückfragen gerne zur Verfügung.


Rechtstipp vom 13.05.2013
aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Urheberrecht & Medienrecht

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