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Arzthaftungsrecht in der Praxis: Prozesserfolg vor dem Landgericht Saarbrücken!

Rechtstipp vom 28.03.2017
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Rechtstipp vom 28.03.2017
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Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung in einem Arzthaftungsprozess ist wichtig, um sich gegen die regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Ciper & Coll.

Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da die Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser außergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient sodann gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als „schicksalhaftes Geschehen“ abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C. Ciper LL.M., Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im Nachfolgenden einen Prozesserfolg der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. vor:

Landgericht Saarbrücken 

Nicht fachgerecht vorgenommene Wirbelsäulenversteifung, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 148/13

Chronologie:

Der Kläger begab sich Anfang 2012 aufgrund eines Ziehens im Hüftbereich in eine Klinik, wo keine Ursache festgestellt wurde. Zur weiteren Abklärung überwies die Klinik ihn an die Beklagte, wo eine Spinalkanalstenose im Lendenwirbelbereich diagnostiziert und operativ behandelt wurde. Postoperativ stellten sich weitere Schmerzen ein. Anlässlich einer MRT-Untersuchung stellte sich heraus, dass die Wirbelsäulenversteifung nur unzureichend erfolgt war.

Verfahren:

Das Landgericht Saarbrücken hatte zunächst einen medizinischen Sachverständigen beauftragen wollen, gegen den die Beklagtenseite jedoch einen Befangenheitsantrag stellte. Dieser wurde vom Oberlandesgericht Saarbrücken als begründet erachtet (Az.: 5 W 65/14). Da der Kläger sich jedoch auch auf den Vorwurf der fehlenden Indikation der Operation stützte und dieser nicht von der Hand zu weisen ist, schlug das Landgericht den Parteien vor, sich auf einen pauschalen Abfindungsbetrag von 30.000,- Euro zu einigen.

Anmerkung von Ciper & Coll.:

Befangenheitsanträge sind in Arzthaftungsprozessen eher die Ausnahme. In derartigen Fällen muss der Antragsteller eine „Voreingenommenheit“ des gerichtlich bestellten Sachverständigen darlegen, so wie hier. In einzelnen Fällen gelingt das, stellt RA Dr D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

Diese basiert auf dem Erfahrungsschatz der Kanzlei auf dem Gebiet des Medizinrechts. Jahrzehntelange Erfahrungen zahlen sich eher aus als wenige Berufsjahre.

1. Kompetenz

Medizingeschädigte Patienten sollten bei der Suche des zu vertretenden Anwaltsbüros vor allem auf folgende fünf Punkte achten

2. Qualifizierung

Diese basiert auf der Erfolgsstatistik: Mehrere hundert nachweisbare Prozesserfolge in wenigen Jahren lassen eher auf die Qualität der Kanzlei schließen als beispielsweise ein gutes Dutzend aufgeführte Fälle.

3. Fachanwaltschaft

Rechtsanwälte, die den Titel „Fachanwalt für Medizinrecht“ tragen, weisen nach, dass sie auf diesem Gebiet über besondere praktische und theoretische Kenntnisse verfügen, die Anwälte ohne diesen Titel gerade nicht vorweisen können.

4. Teamarbeit

Es ist einleuchtend, bei der Auswahl des Anwaltsbüros auf ein Team erfahrener Rechtsanwälte zurückzugreifen. Nur so ist gewährleistet, dass durch regelmäßigen kanzleiinternen Austausch und Hilfestellungen untereinander das bestmögliche Ziel für den Mandanten erreicht wird. In Klein- oder Kleinstkanzleien fehlt gerade diese Möglichkeit, ganz unabhängig von den Komplikationen in Urlaubs- oder Krankheitsfällen sowie sonstigen Abwesenheiten des Bearbeiters.

5. Ortsnähe

Schließlich liegt es bereits aus pragmatischen Gründen auf der Hand, dass ein medizingeschädigter Mandant aus z. B. Südbayern nicht unbedingt eine Kanzlei an der Nordseeküste involvieren sollte und umgekehrt.


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