Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Bei Kündigung des Bausparvertrages durch Bausparkasse wegen niedriger Zinsen – Widerspruch

(15)

Seit 2013 haben Deutsche Bausparkassen in vielen Tausend Fällen entgegen den vertraglichen Vereinbarungen Bausparverträge einseitig gekündigt, nur um die angesparten Guthaben nicht weiter verzinsen zu müssen. Dabei ignorierten die Bausparkassen oftmals einen der wichtigsten Grundsätze im deutschen Recht, den der Vertragstreue. Nach diesem Grund haben sich die Vertragsparteien (Bausparkassen und Kunden) an den Vertragsinhalt zu halten - Pacta sunt servanda (=Verträge sind einzuhalten).

Diese Rechtsverletzung begründen die Bausparkassen in den meisten Fällen mit den derzeit niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt, dass der Bausparzweck nicht mehr erreicht werden kann; da die Bausparsumme erreicht ist oder aber sie berufen sich schlicht auf ein angebliches Kündigungsrecht nach § 489 BGB.

Insbesondere die Berufung auf das angebliche Kündigungsrecht ist oftmals unwirksam, da in vielen Bausparverträgen ein Kündigungsrecht der Bausparkasse ausgeschlossen war oder die Bausparkasse auf ein solches in ihren AGBs verzichtet hat. Bausparkassen dürfen nur dann nach der Vorschrift des § 489 BGB kündigen, wenn der Bausparvertrag schon seit mindestens zehn Jahren zu 100 Prozent angespart ist, das Baudarlehen also bereits voll angespart wurde. Solange Bausparer noch einen Darlehensanspruch haben, sollten sie sich auf jeden Fall zur Wehr setzen, da sie anderenfalls sämtliche Rechte aus dem alten günstigeren Bausparvertrag verlieren.

Wer von einer solchen Kündigung betroffen ist, sollte sich daher gegen diese wehren. Als Kunde einer Bausparkasse sollte man es nicht hinnehmen, wenn die Bausparkasse sich bei einer für sie negativen Zinsentwicklung durch eine oftmals unwirksame und zu Unrecht erfolgte Kündigung aus der Verantwortung stiehlt.

Grundsätzlich empfehlen wir im Falle einer Kündigung des Bausparvertrags durch die Bausparkasse anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie diesen Schritt noch nicht wagen sollten, ist es auf jeden Fall angezeigt, der Kündigung umgehend schriftlich (vorab per Telefax) zu widersprechen, damit Sie keinen Rechtsverlust erleiden.

Wenn Sie eine Kündigung Ihrer Bausparkasse erhalten haben sind wir als auf Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierte Rechtsanwälte gerne bereit die Ihnen zustehenden Rechte umfassend und kompetent zu prüfen. Sie können uns gerne per Email (info@rae-bogdanow.de) eine unverbindliche, kostenlose Anfrage zusenden – http://rae-bogdanow.de/online-anfrage –, bzw. den Fragebogen „Kündigung Bausparvertrag" – http://rae-bogdanow.de/medien/pdf/Fragebogen-Kuendigung-Bausparvertrag.pdf – ausfüllen und uns per E-Mail, Post oder Telefax zukommen lassen. Wir werden uns nach Erhalt umgehend mit Ihnen in Verbindung setzten. Die Erstüberprüfung Ihrer Ansprüche erfolgt absolut kostenfrei.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Bogdanow & Kollegen - Hamburg, Berlin, Heidelberg

Folgende Bausparkassen sprechen oder haben in der Vergangenheit zahlreiche Kündigungen ausgesprochen:

Aachener Bausparkasse AG, Alte Leipziger Bauspar AG, Bausparkasse Mainz AG, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, BHW Bausparkasse AG, BSQ Bauspar AG, Debeka Bausparkasse AG, Deutsche Bank Bauspar AG, Deutsche Bausparkasse Badenia AG, Deutscher Ring Bausparkasse AG, LBS Baden-Württemberg, LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, LBS Bayerische Landesbausparkasse, LBS Bayern, LBS Hamburg, LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg, LBS Landesbausparkasse Hessen-Thüringen, LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz, LBS Landesbausparkasse Saar, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse, SIGNAL IDUNA Bauspar AG, Wüstenrot Bausparkasse AG, LBS Nord, LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover, LBS Ost, LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG, LBS West


Rechtstipp vom 26.05.2015

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Christian Bogdanow LL.M: (Rechtsanwälte Buggenthin & Kollegen)