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Berformance Group AG, Suxxess One GmbH & Block4you s.r.o. : Erst die BaFin - Warnung und jetzt der Betrugsverdacht

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Die Berformance Group AG, Suxxess One GmbH und Block4you s.r.o stehen unter Verdacht, ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt Vermögensanlagen angeboten zu haben, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Die Berformance Group AG, ansässig in der Schweiz, wird beschuldigt, Anleger um insgesamt 109 Millionen Schweizer Franken durch Schein-Investitionen in Kryptowährungen betrogen zu haben, während die Suxxess One GmbH und Block4you s.r.o ähnlich durch das Anbieten von Pacht- und Unterpachtverträgen für Krypto-Automaten und Mining-Hardware operierten. Die BaFin hat gegen diese Praktiken gewarnt und festgestellt, dass alle drei Unternehmen ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt agiert haben. Rechtsanwalt Jens Reime rät betroffenen Anlegern dringend, alle relevanten Dokumente zu sammeln, weitere Zahlungen zu stoppen, rechtliche Beratung einzuholen, Ansprüche geltend zu machen und mit Behörden zusammenzuarbeiten. Er bietet umfassende Unterstützung und eine kostenfreie Hotline für die Anleger. Die Anwaltskanzlei Reime setzt sich durch langjährige Erfahrung und Spezialisierung im Kapitalmarktrecht für die Rechte der Anleger ein.

Einleitung

Die Welt der Kapitalanlagen ist komplex und oft undurchsichtig, was für Anleger erhebliche Risiken birgt. Dies zeigt sich aktuell an den Entwicklungen rund um die Berformance Group AG, die Suxxess One GmbH und die Block4you s.r.o. Diese Unternehmen stehen im Verdacht, ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt Vermögensanlagen angeboten zu haben, was erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Rechtsanwalt Jens Reime aus Bautzen, der zahlreiche Betroffene vertritt, informiert über die neuesten Entwicklungen und die damit verbundenen Risiken für Anleger.

Berformance Group AG

Hintergrund und Geschäftsmodell

Die Berformance Group AG, mit Sitz in der Schweiz, präsentierte sich als Vertriebsgesellschaft für verschiedene Anlageprodukte, insbesondere jene der Suxxess One GmbH. Diese Anlageprodukte umfassten unter anderem Geräte zur Erzeugung von Kryptowährungen und zur Nutzung von Rechenleistung (sogenannte "High Performance Computer-Hardware"), die an Dritte weiterverpachtet werden sollten, um durch die Differenz zwischen Pacht- und Unterpachtgebühren Renditen zu erzielen.

Die Berformance Group AG vermittelte diese Produkte als lukrative Investitionsmöglichkeiten mit hohen Renditen. Das Geschäftsmodell schien attraktiv, da es auf der wachsenden Beliebtheit und dem Hype rund um Kryptowährungen basierte. Anleger wurden mit Versprechen auf hohe Erträge und vermeintlich sichere Investments gelockt.

Verhaftungen und Ermittlungen

Medienberichten zufolge, darunter ein Artikel im "Blick" vom 14. Juni 2024, wurde der Geschäftsführer der Berformance Group AG, Christian L., verhaftet. Diese Verhaftung erfolgte im Rahmen groß angelegter Razzien in mehreren europäischen Ländern, bei denen zahlreiche Personen festgenommen wurden. Die Berformance Group AG wird verdächtigt, Anleger um insgesamt 109 Millionen Schweizer Franken betrogen zu haben, indem sie angebliche Anlageprodukte in Kryptowährungen vermittelte, die sich als Schein-Investitionen herausstellten. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Erfurt geleitet.

Die Ermittlungen zeigen, dass die versprochenen Renditen nie realisiert wurden und die Gelder der Anleger offenbar zweckentfremdet wurden. Dies hat viele Anleger in finanzielle Schwierigkeiten gebracht und das Vertrauen in die Berformance Group AG erheblich beschädigt.

Warnmeldung der BaFin

Am 20. Dezember 2023 veröffentlichte die BaFin eine Warnmeldung, in der sie darauf hinwies, dass die von der Berformance Group AG in Deutschland angebotenen Vermögensanlagen ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt öffentlich angeboten wurden. Dies verstößt gegen das Vermögensanlagegesetz (VermAnlG). Die BaFin betonte, dass keine Ausnahmen von der Prospektpflicht ersichtlich seien.

Die Warnmeldung der BaFin ist ein deutliches Signal an die Öffentlichkeit und potenzielle Anleger, dass Vorsicht geboten ist. Ein fehlender Prospekt bedeutet, dass wesentliche Informationen über die Risiken und die Struktur der Investitionen nicht offengelegt wurden, was die Anleger in eine sehr nachteilige Position bringt.

Suxxess One GmbH

Hintergrund und Geschäftsmodell

Die Suxxess One GmbH, mit Sitz in Dornbirn, Österreich, bot Anlegern kombinierte Pacht- und Unterpachtverträge für Krypto-Automaten und Mining-Hardware an. Diese Geräte sollten nutzbare Rechenleistung erzeugen, die weiterverpachtet werden konnte, um Gewinne zu erzielen. Das Geschäftsmodell sah vor, dass Anleger durch die Differenz zwischen Pacht- und Unterpachtgebühren Renditen erwirtschaften.

Die Suxxess One GmbH präsentierte diese Anlageform als eine sichere und profitable Möglichkeit, am boomenden Markt für Kryptowährungen teilzunehmen. Die Idee, durch die Verpachtung von Hochleistungs-Hardware regelmäßige Einnahmen zu erzielen, wirkte auf viele Anleger verlockend und sicher.

Warnung und rechtliche Bedenken

Die BaFin stellte fest, dass die Suxxess One GmbH diese Vermögensanlagen ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt öffentlich angeboten hat. Dies stellt einen Verstoß gegen das Vermögensanlagegesetz dar, und die BaFin betonte, dass keine Ausnahmen von der Prospektpflicht vorliegen. Ein fehlender Verkaufsprospekt kann darauf hindeuten, dass wesentliche Informationen über die Anlageprodukte den Anlegern nicht zur Verfügung gestellt wurden, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Die fehlende Transparenz und die unzureichende Information der Anleger über die tatsächlichen Risiken und Funktionsweisen dieser Investments sind ein großes Problem. Viele Anleger könnten sich getäuscht und unzureichend beraten fühlen, was ihre Entscheidung zur Investition angeht.

Block4you s.r.o

Hintergrund und Geschäftsmodell

Die Block4you s.r.o, mit Sitz in Prag, Tschechien, bietet ebenfalls kombinierte Pacht- und Unterpachtverträge für Krypto-Automaten und Mining-Hardware an. Diese Produkte werden unter der Marke "Konzept More" vermarktet. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, dass Anleger durch die Weiterverpachtung der Geräte an Dritte Renditen erzielen.

Das Konzept "Konzept More" versprach Anlegern, durch die Beteiligung an der Erzeugung und Verpachtung von Kryptowährungen erhebliche Gewinne zu erzielen. Die Block4you s.r.o präsentierte sich als innovatives und profitables Unternehmen im Bereich der Kryptowährungen.

Warnung und rechtliche Bedenken

Auch bei der Block4you s.r.o hat die BaFin festgestellt, dass die Vermögensanlagen ohne den erforderlichen Verkaufsprospekt öffentlich angeboten wurden. Dies verstößt ebenfalls gegen das Vermögensanlagegesetz. Die BaFin weist darauf hin, dass keine Ausnahmen von der Prospektpflicht ersichtlich sind, was bedeutet, dass die Anleger möglicherweise nicht ausreichend informiert wurden und rechtliche Schritte erforderlich sein könnten.

Die rechtlichen Bedenken der BaFin basieren darauf, dass ohne einen genehmigten Prospekt Anleger keine klaren und vollständigen Informationen über die Anlageprodukte und die damit verbundenen Risiken erhalten. Dies stellt eine erhebliche Gefährdung für die finanziellen Interessen der Anleger dar.

Empfehlungen für betroffene Anleger

Rechtsanwalt Jens Reime rät allen betroffenen Anlegern, die in Produkte der Berformance Group AG, Suxxess One GmbH oder Block4you s.r.o investiert haben, dringend folgende Schritte zu unternehmen:

  1. Dokumentation sammeln: Alle relevanten Unterlagen, einschließlich Vertragsdokumente, Korrespondenz und Zahlungsbelege, sollten sorgfältig gesammelt und geordnet werden. Diese Dokumente sind entscheidend für die Prüfung der rechtlichen Situation und die Durchsetzung möglicher Ansprüche.

  2. Zahlungen stoppen: Weitere geplante Investitionen oder Zahlungen sollten sofort gestoppt werden, um weiteren finanziellen Schaden zu vermeiden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die eigenen Vermögenswerte zu schützen.

  3. Rechtsberatung suchen: Es ist essentiell, eine spezialisierte Anwaltskanzlei im Bank- und Kapitalmarktrecht zu konsultieren. Ein erfahrener Anwalt kann die rechtliche Lage umfassend prüfen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, um die Rechte der Anleger zu schützen.

  4. Ansprüche geltend machen: Abhängig von der individuellen Situation können Ansprüche gegen die betroffenen Unternehmen geltend gemacht werden. Dies kann die Einleitung zivilrechtlicher Klagen umfassen, um Schadensersatz oder die Rückabwicklung der Investition zu erwirken.

  5. Zusammenarbeit mit Behörden: Die BaFin und andere relevante Behörden sollten kontaktiert werden, um den Fall zu melden und weitere Informationen zu erhalten. Auch die Zusammenarbeit mit Verbraucherschutzzentralen kann hilfreich sein, um Unterstützung und zusätzliche Beratung zu erhalten.

Fazit und Ausblick

Die aktuellen Entwicklungen um die Berformance Group AG, Suxxess One GmbH und Block4you s.r.o sind äußerst besorgniserregend und erfordern schnelles und entschlossenes Handeln von betroffenen Anlegern. Ein fehlender Verkaufsprospekt ist ein ernstzunehmendes Warnzeichen, das auf mögliche rechtliche Unregelmäßigkeiten hinweist.

Rechtsanwalt Jens Reime bietet umfassende Unterstützung für betroffene Anleger, um deren Rechte zu wahren und mögliche finanzielle Verluste zu minimieren. Es ist entscheidend, alle relevanten Informationen und Unterlagen zu sammeln und sich mit spezialisierten Anwälten und Behörden abzustimmen, um die bestmöglichen rechtlichen Schritte einzuleiten. Anleger sollten keine Zeit verlieren und umgehend handeln, um im Rahmen der Vermögenssicherungen das Prioritätsprinzip und die Rückgewinnungshilfe optimal nutzen zu können.

Die BaFin betont, dass Anleger Investitionen in Vermögensanlagen nur auf der Grundlage aller erforderlichen Informationen tätigen sollten. Ein sorgfältiger Umgang mit den eigenen Finanzen und eine umfassende rechtliche Beratung sind unerlässlich, um sich vor Betrug und finanziellen Verlusten zu schützen. Betroffene Anleger sollten die Situation sehr ernst nehmen und alle verfügbaren rechtlichen Mittel nutzen, um ihre Interessen zu verteidigen.

Fragen

Für alle, die Fragen oder Bedenken haben, bietet RA Jens Reime eine kostenfreie Hotline unter der Nummer 

0800 72 73 463 

an. Dies soll den Anlegern die Möglichkeit geben, sich fundierte Informationen zu beschaffen und die richtigen Entscheidungen für ihre Investitionen zu treffen.

Die Anwaltskanzlei Reime bleibt auch weiterhin bestrebt, die Interessen der Anleger zu schützen und ihnen mit ihrem Fachwissen und ihrer langjährigen Erfahrung zur Seite zu stehen.

Was ist nun zu tun?

Wir prüfen Ihre Dokumente (Kaufbelege, Zeichnungsschein,  Mailkorrespondenz) vor Mandatserteilung kostenfrei!  

Wir benötigen von Ihnen später auch die Daten zur Rechtsschutzversicherung.

REIME Rechtsanwalt – die Kanzlei

Wir vertreten und beraten betroffene Anleger und haben uns zu den Hintergründen  eine umfassende Expertise für unsere Mandanten / Interessengemeinschaft erarbeitet. Gerade jetzt ist eine realistische Einschätzung der rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgangslage für jeden Anleger wichtig. Das können Sie durch Kontaktaufnahme mit uns in einem freundlichen Telefonat erreichen. Aber auch kurzfristige Besprechungstermine bei uns oder an jedem anderem Ort sind möglich. Wenden Sie sich einfach jederzeit per Telefon, Email, Fax oder Brief  an uns oder kommen Sie einfach unverhofft vorbei.

Ihr Erstkontakt mit uns ist generell kostenfrei.
Setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung:

  • per E-Mail: info@rechtsanwalt-reime.de
  • Telefon: 03591 29961 33
  • Telefax: 03591 29961 44
  • oder postalisch: Reime Rechtsanwalt, Innere Lauenstraße 2, 02625 Bautzen

Besuchen Sie uns auch unter: https://www.rechtsanwalt-reime.de/

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrungen in vergleichbaren Fällen, damit ihre Rechte optimal und seriös um- und durchgesetzt werden können.  

Seit nunmehr zwei Jahrzehnten ist die renommierte Anwaltskanzlei Reime ausschließlich im Bereich des Kapitalmarkts tätig und vertritt erfolgreich Anleger in verschiedenen Finanzangelegenheiten. Die Kanzlei hat sich dabei auf eine breite Palette von Fällen spezialisiert, darunter Anleger der Ärztetreuhand-Bauherrenmodelle, der COLUMBUS-Fonds, in den INFINUS Insolvenzen sowie in den Insolvenzen der Deutschen Lichtmiete, UDI, bc connect sowie der wee-Gruppe. Ebenfalls gehören die Insolvenzen größerer Anlagegenossenschaften wie Geno, Vivono und WSW zu ihrem Fachgebiet.

Die Expertise der Anwaltskanzlei Reime erstreckt sich über eine Vielzahl von komplexen Kapitalmarktthemen, in denen sie die Interessen der Anleger mit Engagement und Sachverstand vertritt. Ihr fundiertes Wissen und ihre umfangreiche Erfahrung machen sie zu einem vertrauenswürdigen Partner für alle, die Unterstützung in Finanzfragen benötigen.

Foto(s): ki

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