Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Bergdolt klagt für Wirecard-Aktionäre auf Schadensersatz

  • 1 Minute Lesezeit
  • (25)

Die Intransparenz bei Wirecard ist bereits seit längerem untragbar. Daran hat sich nichts geändert. Der KPMG-Bericht von Ende April 2020 hat jetzt gezeigt, dass die Schwelle zur fehlerhaften Kapitalmarktinformation überschritten ist. Nun reicht unsere Kanzlei Klagen ein. 

Darin fordern wir Schadensersatz für Aktionäre der Wirecard AG. Der Grund für den Anspruch ist, dass Wirecard seine Aktionäre und den Kapitalmarkt über einige Dinge hätte informieren müssen. Das hat man nicht oder nur unzureichend getan. Die Punkte sind:

  • Missstände bei der Compliance, die für ein Unternehmen dieser Art und Größe inakzeptabel sind 
  • Zahlungsströme sind nicht nachvollziehbar
  • wegen der Zwischenfälle in Singapur wurde eine Anwaltskanzlei beauftragt
  • zum Drittpartnergeschäft kann Wirecard keine ausreichenden Angaben machen, maßgebliche Informationen nicht vorlegen

Über all dies wusste Wirecard auch bescheid. Denn man hat laut dem Sonderprüfer KPMG Zwischenberichte erhalten, musste also wissen, dass nicht alles in Ordnung war. Außerdem hat Wirecard trotz mehrmaliger Aufforderungen von KPMG in zahlreichen Fällen nicht oder mit erheblicher Verspätung Unterlagen zur Verfügung gestellt. 

Trotzdem hat man bei Wirecard die Anleger in dem Glauben gelassen und zudem aktiv bekräftigt, alles sei in Ordnung. Das ist offensichtlich falsch.

Auch nach beziehungsweise mit Veröffentlichung des Berichts reagierte Wirecard weiter beschönigend. Ein angemessenes Statement erfolgt bis heute nicht.

Durch die unterlassenen bzw. falschen Kapitalmarktinformationen von Wirecard sind Aktionäre geschädigt, die die Aktie in einem bestimmten Zeitraum gekauft haben. Es wird zum Teil davon ausgegangen, dass dieser Zeitraum bereits am 24.02.2016 beginnt. Geendet hat der Zeitpunkt dann in jedem Fall mit dem 27.04.2020, als der KPMG-Bericht veröffentlicht wurde.

Aktionäre, die in diesem Zeitraum gezeichnet haben, wurden daher getäuscht und haben die Aktie zu teuer gekauft.

Wie gehen davon aus, dass dieser Schaden zumindest 32 % des Kaufpreises beträgt. Denn um dieses Ausmaß ist die Aktie der Wirecard AG im Handelssystem XETRA gefallen, als der KPMG-Bericht bekannt wurde.

Wir reichen Klagen für betroffene Aktionäre der Wirecard AG ein. Es ist davon auszugehen, dass es zu einem Kapitalanlegermusterverfahren vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht kommen wird. Hieran sind die Kläger dann automatisch beteiligt. Betroffene Aktionäre können sich unter www.klage-wirecard.de informieren oder Kontakt zu unserer Kanzlei aufnehmen.



Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors