Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Brexit – deutscher Pass möglich?

Rechtstipp vom 09.01.2019
(1)
Rechtstipp vom 09.01.2019
(1)

Eine Lösung zum Brexit scheint in Ferne zu rücken.

Theresa May lässt erneut über den Deal mit der EU abstimmen. Im Dezember hatte sie die Brexit-Abstimmung im Parlament noch kurzfristig abgesagt. Und in weniger als in drei Monaten, also am 29.3.2019, soll Großbritannien die EU endgültig verlassen. Die Frage bleibt nur, ob die britischen Politiker einem chaotischer Brexit verhindern können und ein Deal geschlossen wird.

Fast täglich gibt es neue Brexit-News, immer wieder von der „nächsten Schlappe für May“ die Rede. Selbst in der eigenen Partei scheint sie mittlerweile keinen Rückhalt zu finden. Doch was sind die Folgen eines Brexit? 

Viele Briten fürchten nunmehr um ihre persönliche Freizügigkeit. Als Europäer ist man daran gewohnt, innerhalb der EU problemlos reisen zu können.

Zahlreiche Briten beantragen bereits EU-Pässe. Die Einbürgerungen in Deutschland sind gefragt wie nie, denn 2017 erhielten knapp 7500 Briten die deutsche Staatsbürgerschaft. Zwei Jahre zuvor sind es nur 622 Briten gewesen. Der geplante Austritt aus der europäischen Union verunsichert die Briten. 

Insbesondere können britische Juden auf Papier deutsche werden. Dies liegt vor allem daran, dass diese Personen von den Nazis nach Großbritannien geflohen sind, andere haben ihre deutsche Staatsbürgerschaft aus politischen, rassistischen oder religiösen Gründen verloren, da diese Ihnen während des Naziregimes entzogen wurde (zwischen dem 30.1.1933 und dem 8.5.1945). 

Art. 116 Grundgesetz begünstigt die Menschen, denen in der Nazizeit die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde (Wiedergutmachung, Art. 116 Abs. 2 GG, Recht auf Wiedereinbürgerung). Dadurch ist es für Juden in Großbritannien leicht, die deutsche und somit auch doppelte Staatsbürgerschaft zu bekommen. Dies gilt auch für ihre Nachfahren.

Mit der doppelten Staatsbürgerschaft möchten die meisten Betroffenen sichergehen, dass sie weiter ihre Freizügigkeit, die sie in der EU kennen, für Arbeit und ihre Reisen genießen können.

Um die eigene Familiengeschichte zu recherchieren, besteht die Möglichkeit, sich an die Wiener Library in London zu wenden.

Diese besitzt eine digitale Kopie des vereinigten Königreich es für das Archiv des internationalen sucht Dienstes.

Bei rechtlichen Fragen oder Betreuung das Einbürgerungsverfahrens können Sie sich gerne an mich wenden. 


Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Ihre Spezialisten