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CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“

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Ist die Subpanamax-Klasse ohne Verwendung?

Der CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ betreibt ein Schiff der Subpanamax-Klasse. Ziel dieser geschlossenen Schiffsbeteiligung war es, sich an dem Wachstumsmarkt „Containerseehandel“ gewinnbringend zu beteiligen. Der prospektierte Erfolg hat sich jedoch nicht eingestellt.

Panamakanal-Verbreiterung wird für die MS Montpellier vom Vor- zum Nachteil

Nachweislich der Handelsplattform „CFB-Fonds transfair“ von der Commerzbank-Gruppe, bleiben die vorgesehenen Ausschüttungen seit 2012 aus. Unseres Erachtens ist hierfür ein einfacher Umstand verantwortlich. Das vom CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ betriebene Schiff der Subpanamax-Klasse entsprach in seinen Abmessungen dem Panamakanal und hatte so gegenüber größeren und damit grundsätzlich wirtschaftlicheren Schiffen den Vorteil, diesen befahren zu können.

Bereits im Jahr 2006, also vor der Auflage des CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“, war klar, dass der Panamakanal verbreitert werden würde, sodass auch große Schiffe den Kanal befahren können. Es war deshalb abzusehen, dass der Vorteil des kleineren Schiffes sich in einen Nachteil verwandeln würde.

CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ – Charterrate rückläufig

Mittlerweile ist auch der Festchartervertrag des CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ ausgelaufen. Auch wegen der Schwäche des Containertransportmarktes sind Anschlusscharterraten in der kalkulierten Höhe nicht zu erwarten. So schüttet der CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ seit dem Jahr 2012 nicht mehr prospektgemäß aus, sondern bildet Liquiditätsrücklagen, um die Mindereinnahmen ausgleichen zu können.

Rechtsanwalt Jan Flemming Nilges von der Kanzlei Helge Petersen & Collegen: „Aus unserer Sicht ist dies ein sicheres Anzeichen für eine weitere negative Entwicklung des CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“. Die Commerzbank-Gruppe hätte unseres Erachtens erkennen müssen, dass der Betrieb eines Schiffes der Subpanamax-Klasse aus wirtschaftlicher Sicht über den prospektierten Zeitraum bis 2031 sinnlos ist.“

Pflicht zur Risikoaufklärung

Anleger hätten auch über diese wirtschaftlichen Risiken des CFB-Fonds Nr. 163 MS „Montpellier“ aufgeklärt werden müssen, bevor sie die Beteiligung zeichneten. Auch das Risiko des Totalverlustes oder das Risiko der gesellschafterlichen Nachhaftung sowie die Höhe der Provisionen und die Nebenkosten des Fonds hätte Anlegern dieses Schiffsfonds erklärt werden müssen.


Rechtstipp vom 19.06.2015
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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