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Chef will Schadensersatz

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Immer wieder taucht die Frage auf, ob der Chef vom Arbeitnehmer Schadensersatz verlangen kann, wenn dieser einen Fehler gemacht hat. Denken Sie an den Brummi Fahrer, der durch Übermüdung einen LKW im Wert von 200.000 € zu Schrott fährt.

Es gilt der Grundsatz der Haftungserleichterung, d.h. der Arbeitnehmer haftet nicht so voll umfänglich, wie wenn er außerhalb des Arbeitsverhältnisses einen Schaden verursacht.

Folgender Grundgedanke kann berücksichtigt werden.

  1. Wo gearbeitet wird, passieren auch Fehler. Sind das leichte, einfache Fehler, welche jedermann passieren können, so entfällt eine Haftung vollständig.
  2. Bei grober Fahrlässigkeit (das hätte jeder sehen müssen) und bei Vorsatz (Wissen und Wollen) wird voll gehaftet, also zu 100 %.
  3. Bei Haftung dazwischen: Es wird eine anteilige Haftung angenommen. (z.B. 20 %, 30 % oder 50 %)

Aber: der Chef kann den Schaden im Zweifel nicht einfach vom Lohn abziehen. Das würde regelmäßig die Pfändungsschutzvorschriften unterlaufen.

Rechtsanwalt Borth

Weitere Infos: www.DieOnlineKanzlei.de


Rechtstipp vom 23.02.2010

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