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Deutsch-polnische Hilfe – Sparkasse Pfaffenhofen löscht Eintrag über polnischsprachigen Mitbürger

Rechtstipp vom 27.03.2015
Rechtstipp vom 27.03.2015

Auch grenzüberschreitende Schufa-Negativeinträge führen zu Rückmeldungen Betroffener bei der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB. So meldete sich ein Pole, der im Großraum Köln wohnhaft ist, bei der Rechtsanwältin Patrycja Mika, die für die Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB tätig ist.

Der Betroffene teilte mit, dass die Sparkasse Pfaffenhofen einen Negativeintrag über 895,00 € in dem Datenbestand der Schufa Holding AG lanciert habe. Der Betroffene erteilte einen Auftrag zur Prüfung, ob das Vorgehen der Sparkasse rechtmäßig war. Die Prüfung ergab Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Eintrages. Daher wurde die Sparkasse Pfaffenhofen mit Schreiben vom 29.10.2014 zur Prüfung und zur Löschung des Negativeintrages aufgefordert.

Die Sparkasse räumte daraufhin in einem Schreiben vom 19.11.2014 ein, die Informationspflichten gegenüber dem Kunden nicht vollumfänglich erfüllt zu haben. Daher habe man mittlerweile eine Löschung des Negativeintrages veranlasst, so das Schreiben der Unternehmenssteuerung des Pfaffenhofener Kreditinstituts.

Sprachbarriere und ungenügende Informationspflicht führten zum ungerechtfertigten Schufa-Eintrag

Der Hinweis der Sparkasse darauf, dass auch seitens des betroffenen Mandanten eine Verletzung der Rechtsbeziehung durch Überziehung und Umzug ohne Adressmitteilung vorläge, sollte vorliegend wohl den Eintrag rechtfertigen. Dies konnte jedoch nicht ausreichen.

Die Kosten für die anwaltliche Tätigkeit in Höhe von 887,03 Euro wurden ebenfalls durch die Gegenseite übernommen.

Rechtsanwältin Patrycja Mika, die hier maßgeblich zur Klärung des Sachverhalts beitragen konnte, berichtet:

„Unser Mandant konnte leider kein Deutsch und tat sich daher mit der Durchsetzung seiner Rechte schwer. Da die Kommunikation in polnischer Sprache für unsere Kanzlei keine Probleme bereitet, konnten wir schnell und erfolgreich Hilfe leisten. Dies ist nicht der erste Fall, in dem wir einem polnischen Mitbürger helfen konnten. Es ist erfreulich, dass die effektive Rechtsdurchsetzung nicht an den Grenzen, die Europa früher geteilt haben, haltmacht.“

Rechtsanwältin Patrycja Mika ist seit dem 01.03.2015 bei der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB als Rechtsanwältin beschäftigt und stand zuvor als Kooperationspartnerin von Oppeln aus zur Verfügung.

Polnischsprachige Mandanten können sich daher gerne jederzeit an die Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB wenden, wenn es um die Durchsetzung ihrer Rechte, insbesondere im Bereich Schufa und Datenschutz, geht.

Pressekontakt/ViSdP:

Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB

vertreten durch die Partner

Dr. Thomas Schulte, Dr. Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen


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