Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.

Erfolgreicher Schlag gegen betrügerische Broker

  • 3 Minuten Lesezeit

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 18.03.2021, dass internationalen Ermittlern ein Schlag gegen einen Ring von Betrügern, die über Online-Trading-Plattformen Anleger um mehrere Millionen Euro gebracht haben, gelungen ist.

Rein fiktive Online-Broker-Plattformen

Über die angeblichen „Online-Broker“-Plattformen Trade Capital, Fibonetix, Nobel Trade, Forslab und Huludox wurden Anleger geworben, die ihr Geld vermeintlich besonders gewinnbringend u.a. in Kryptowährungen, Differenzkontrakten (CFD), binäre Optionen etc. investieren konnten. 

In Wahrheit wird auf solchen Trading-Plattformen überhaupt nicht gehandelt; die vermeintlichen Anlagen sind frei erfunden: mithilfe einer Betrugssoftware werden fiktive Kontobewegungen und Gewinnerlöse simuliert. Die Anleger werden durch angebliche Gewinne oder mit fadenscheinigen Vorwänden wie Steuern, Kautionen, Kommissionen, überredet, immer weiteres Geld zu investieren. Die Investitionen fließen auf private Konten der Betrüger.

Massenhafter gewerbs- und bandenmäßiger Betrug im deutschsprachigen Raum

Auf Betreiben der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wurden am vergangenen Dienstag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia sieben Büros und Privatwohnungen durchsucht, sowie vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 43 Jahren festgenommen. Sie stammen angeblich aus Bulgarien, Tschechien und Montenegro. Ihnen wird "gewerbs- und bandenmäßiger Betrug" vorgeworfen. Gegen sie liegen europäische Haftbefehle vor. Die bei den Ermittlungen federführende ZCB hat die Auslieferung der Beschuldigten nach Deutschland beantragt. Innerhalb der EU wird solchen Ersuchen in der Regel nachgekommen. Auch in Berlin wurden im Vorfeld der Aktion drei Privatwohnungen durchsucht (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internetkriminalitaet-betrug-tradingplattformen-1.5239556).

Die ZCB bestätigte, dass alle Beschuldigten Teil einer Bande seien, "die vermutlich Tausende Anleger insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum um Dutzende Millionen Euro betrogen haben" Bei der Aktion sei nach Aussage der ZCB umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. 

Schon im Dezember 2020 waren laut Angaben der Süddeutschen Zeitung mehrere mutmaßliche Mitglieder derselben Bande bei einer Razzia in der Ukraine festgesetzt worden. Die Behörden beschlagnahmten damals Luxusautos, Bargeld und Immobilien im Gesamtwert von etwa 50 Millionen Euro. Zuvor hatte es im April 2020 eine ähnliche Aktion in der serbischen Hauptstadt Belgrad gegeben.

Eigene Geltendmachung der Ansprüche der Geschädigten notwendig

Durch die Festnahme der Betrüger erfahren die geschädigten Anleger Gerechtigkeit und dürfen jetzt hoffen. Dennoch erhalten die Geschädigten nicht automatisch ihre Investitionen zurück. Das Strafverfahren dient nämlich vorrangig der Bestrafung der Täter. Die betrogenen Anleger müssen daher in einem eigenen Verfahren, sog. Adhäsionsverfahren oder auf dem zivilrechtlichen Weg ihre Ansprüche geltend machen. Hier sollten sich die geschädigten Anleger von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht und Online-Anlagebetrug spezialisierten Rechtsanwalt beraten und vertreten lassen.

Mit dem richtigen Plan zum Erfolg

Wenn Sie Opfer der oben genannten Online-Trading-Plattformen oder eines anderen betrügerischen Brokers (https://kanzlei-plan-c.de/aktuelle-faelle/online-trading-betrug/) geworden sind, steht Ihnen die Kanzlei plan C mit einer fundierten und kompetenten Beratung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Seite. 

Die Kanzlei plan C analysiert Ihre Situation und klärt Sie darüber auf, welche Schritte nun erforderlich und erfolgversprechend sind. Wir prüfen Ihre Schadensersatzansprüche und die Möglichkeiten der Rückholung Ihrer Gelder sowie die strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs. 

Um Ihre Ansprüche möglichst effektiv durchsetzen zu können und Fahndungserfolge wie oben beschrieben zu ermöglichen, arbeiten wir in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Staatsanwaltschaften zusammen,

Die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwältin Tanja Nauschütz ist seit über 20 Jahren in der Vertretung geschädigter Anleger sehr erfolgreich tätig.

Sie haben das Recht auf eine ehrliche Beratung – Kanzlei plan C

https://kanzlei-plan-c.de



Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwältin Tanja Nauschütz geb. Celler

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) am 26.01.2023 klar, dass die Iridiscent Group LLC, St.Vincent und die Grenadinen, ... Weiterlesen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wies am 27.01.2023 gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) darauf hin, dass die Skysailbit Inc., Betreiberin der Website ... Weiterlesen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte am 18.01.2023 gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die Coconors and Partners LLC, Kingstown, St. Vincent und ... Weiterlesen

Beiträge zum Thema

15.07.2019
Zusammen mit Ermittlern aus Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken seit über einem halben Jahr ... Weiterlesen
24.11.2022
Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hat mit Pressemitteilung vom 22.11.2022 bekannt gegeben, dass den ... Weiterlesen
30.06.2021
Erneut hat der BGH in einem Rechtsstreit über die Frage, ob ein Bankkunde bei vorzeitiger Beendigung des Darlehens ... Weiterlesen