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Fax vom Wirtschaftsregister – Vorsicht Branchenbuchabzocke!

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Gewerbetreibende, die ein Fax oder Post vom Wirtschaftsregister für Deutsches & Schweizerisches Gewerbe, Industrie & Handel erhalten, sollten aufpassen. Ansonsten erhalten sie in Kürze eine teure Rechnung.

Die Abzocke-Masche vom Wirtschaftsregister

Die Masche ist immer wieder ähnlich. Gewerbetreibende beziehungsweise Freiberufler bekommen Post oder ein Fax, das bewusst große Ähnlichkeit mit dem Korrekturabzug eines amtlichen Registers aufweist. Es wird der Eindruck erweckt, dass Unternehmer nur mal schnell ihre Daten vervollständigen und den ausgefüllten Zettel zurückschicken sollen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um das kostenpflichtige Angebot eines Branchenbuch- Eintragsdienstes. Besonders bekannt für diese Branchenbuchabzocke ist die sogenannte Gewerbeauskunft-Zentrale der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH geworden.

Ebenso verfährt seit neuestem ein dubioser Anbieter, der sich im Fax als Wirtschaftsregister für Deutsches & Schweizerisches Gewerbe, Industrie & Handel bezeichnet. Darauf verweist die DEHOGA-Bayern in einer aktuellen Meldung. In dieser findet sich auch das zugeschickte Fax. Darin springt in fettgedruckten Buchstaben das amtlich klingende Wort Wirtschaftsregister ins Auge. Das Gleiche gilt für die ebenfalls fettgedruckte Aufforderung „Überprüfen & Korrigieren Sie folgende Felder aufmerksam:“

Unten steht der auffallende Hinweis: Rückantwort bis … an Schweizer-Fax Zentrale: 0041 / 43 430 20 60. In dem daneben befindlichen Feld wird der Leser zu Stempel + Unterschrift aufgefordert.

Gewerbetreibenden soll Abo für 1.270,- Euro untergeschoben werden

Dies sollten Sie auf keinen Fall tun. Laut des weniger auffällig geschriebenen Textes handelt es sich nämlich um einen kostenpflichtigen Eintrag in ein angeblich existierendes Online-Register. Für die Laufzeit von 12 Monaten soll ein Betrag in Höhe von stattlichen 1.270,- Euro fällig werden. Kurioserweise findet sich in diesem Schreiben vom Wirtschaftsregister außer der Faxnummer keinerlei Angabe von Kontaktdaten.

Branchenbuchabzocke: Rechnung nicht einfach bezahlen

Gewerbetreibende die das Fax vom Wirtschaftsregister unterschrieben und geantwortet haben, findet möglicherweise eine kostspielige Rechnung in ihrem Briefkasten vor. Die sollte nicht einfach bezahlt werden. Denn es ist fraglich, ob hier überhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist. Dies ist unseren Augen zweifelhaft. Denn aufgrund der äußeren Aufmachung der Anschein wird der Eindruck erweckt, dass lediglich bereits erfolgte Angaben vom jeweiligen Unternehmer überprüft und korrigiert werden sollen. Es finden sich auch keine näheren Angaben zum Leistungsumfang. Darüber hinaus ist merkwürdig, dass das Schreiben nicht einmal eine Anschrift des Branchenbucheintragsdienstes enthält.


Rechtstipp vom 28.08.2016
aus dem Rechtsgebiet Gewerblicher Rechtsschutz

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