Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Irreführende Preiswerbung: Wettbewerbszentrale erfolgreich gegen Germanwings

Rechtstipp vom 18.02.2011
(21)
Rechtstipp vom 18.02.2011
(21)

Germanwings muss die Luftverkehrssteuer bei Preisangaben in der Werbung einrechnen und darf ihre aktuellen „Schnäppchen-Angebote" nicht mehr in der bisherigen Form bewerben. Das Landgericht Köln hat Germanwings mittels Erlass einer einstweiligen Verfügung untersagt, in der Werbung Preise anzugeben, in denen die Luftverkehrssteuer nicht enthalten ist. Diese ist seit Januar 2012 obligatorisch.

Germanwings wirbt u.a. per E-Mail-Newsletter mit Preisen ab € 9,99 für ihre Flugangebote. Dass zu diesen € 9,99 noch die Luftverkehrssteuer hinzukommt, erkennt der Verbraucher aber nur, wenn er einen kleinen Sternchenhinweis zur Kenntnis nimmt. Danach müssen Fluggäste für die Luftverkehrssteuer bei innerdeutschen sowie europäischen Flügen € 8,00 pro Strecke zahlen.

Die Entscheidung des LG Köln ist richtig und sie isst zu begrüßen. Die nun untersagte Praxis widerspricht klaren gesetzlichen Vorgaben sowohl des europäischen als auch des nationalen Gesetzgebers.

Alle Fluggesellschaften sowie Reiseveranstalter sind spätestens nun aufgerufen, die eigene Preiswerbung im Hinblick auf die Einbeziehung der Luftverkehrssteuer zu überprüfen.


aus dem Rechtsgebiet Wettbewerbsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Dr. Lars Jaeschke LL.M. (IP.JAESCHKE Marken- und Medienrecht)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.