Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Krankheit – Abmahnung & Kündigung, Teil I

(18)

Viele Arbeitnehmer sind besorgt, dass sie wegen einer längeren Krankheit oder häufigen Kurzerkrankungen abgemahnt werden oder gar ihren Job verlieren.

Unterliegt ein Arbeitsverhältnis dem Kündigungsschutzgesetz, so muss natürlich ein Kündigungsgrund vorliegen. Die krankheitsbedingte Kündigung ist ein Unterfall der personenbedingten Kündigung. Die Krankheit ist aber nur ein zulässiger Kündigungsgrund, wenn dadurch die Arbeitsleistung nicht mehr wie geschuldet erbracht werden kann.

Weitere Voraussetzung, die die Rechtsprechung an eine krankheitsbedingte Kündigung stellt, ist zunächst eine negative Gesundheitsprognose. Das bedeutet, dass davon auszugehen ist, dass Sie in Zukunft wieder erkranken werden bzw. krank bleiben werden.

Auch muss der Arbeitgeber darlegen, dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten zu Beeinträchtigungen seiner betrieblichen und/oder wirtschaftlichen Interessen führen.

Abschließend muss eine Interessenabwägung zwischen den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteresse ergeben, dass es ihrem Arbeitgeber nicht weiter zugemutet werden kann das Arbeitsverhältnis bestehen zu lassen.

Eine Kündigungsschutzklage ist hier sehr ratsam, da der Arbeitgeber das Vorliegen all dieser Voraussetzungen vor Gericht darlegen muss.

Rechtsanwalt Borth

Weitere Infos: www.DieOnlineKanzlei.de


Rechtstipp vom 04.03.2010
aus der Themenwelt Abmahnung und Kündigung und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Michael Borth

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.