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MPU – Medizinisch-psychologische Untersuchung

Rechtstipp vom 09.03.2017
Aktualisiert am 05.04.2018
(4)
Rechtstipp vom 09.03.2017
Aktualisiert am 05.04.2018
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Diese Untersuchung dient dazu, die Fahreignung eines Verkehrsteilnehmers festzustellen. Die Fahrerlaubnisbehörden können anhand der MPU leichter eine Entscheidung treffen über eine eventuelle Neuerteilung der Fahrerlaubnis.

Die MPU wurde 1954 eingeführt mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu verbessern und die Zahl der Unfälle zu verringern. Nicht alleine die Bestrafung der Verkehrssünder soll veranlasst werden, es sollen auch die Ursachen und charakterlichen Fähigkeiten festgestellt werden.

Dabei wird die körperliche und die geistige Eignung, die Reaktionsfähigkeit und die Zuverlässigkeit des zu Prüfenden untersucht.

Im Anschluss an die Prüfung liefert die MPU eine Prognose, inwieweit der Proband geeignet ist, am Straßenverkehr aktiv wieder teilzunehmen.

Die MPU untergliedert sich in drei Teile:

Medizinischer Teil:

Hier wird untersucht, ob Erkrankungen wie regelmäßiger Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorliegen. Der medizinische Teil beinhaltet ein Arztgespräch, in dem die medizinische Vorgeschichte abgeklärt wird, eine körperliche Untersuchung sowie u. U. labormedizinische Verfahren wie Untersuchung des Blutes auf Alkohol oder des Urins auf Drogen. Um den vollständigen Verzicht auf Alkohol und Drogen nachzuweisen, wird in Screenings früherer, teilweise noch wochenlang nachweisbarer Drogenkonsum sowie Alkoholmissbrauch festgestellt.

Psychologischer Teil:

Ist der Proband einsichtig bezüglich seines Fehlverhaltens? Führte vielleicht nur ein vorübergehendes Problem zum Fehlverhalten und ist dieses nun erledigt? Wie sind die Vorsätze für die Zukunft? Der psychologische Test wird aufgezeichnet, damit ggf. gegengelesen werden kann und um missverständliche Äußerungen zu vermeiden.

Leistungsdiagnostik:

Hier wird die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsfähigkeit sowie die Aufmerksamkeit getestet.

Hier wird unterteilt in

  • Verkehrsauffassungstest
  • Linienfolgetest
  • Figurenvergleichstest
  • Reaktionstest
  • Zu erwartende Kosten:
  • Man kann die Kosten der reinen MPU mit ungefähr € 500,00 veranschlagen. Oft wird allerdings ein Vorbereitungsseminar besucht, um die Prüfung zu bestehen oder man lässt sich beraten. Diese Kosten können sehr hoch sein und variieren je nach Anbieter. Ein Verkehrspsychologe hat zum Beispiel einen Stundensatz von € 80 – € 150,00. Gruppenkurse sind günstiger, hier lohnt sich der Vergleich.
  • Hierbei kann ich Ihnen als Ihr Anwalt helfen:
  • Begleitung während des gesamten Prozesses zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, Beratung hinsichtlich der MPU mit Hinweisen darauf, welche Vorbereitungen sinnvoll sind und welche nicht.
  • Kontaktieren Sie mich und vereinbaren Sie einen Termin mit meiner Kanzlei.

Rechtstipp aus der Themenwelt Alkohol und Drogen am Steuer und den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht

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