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Neue Abzock-Masche bei Amazon

Rechtstipp vom 29.10.2016
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Rechtstipp vom 29.10.2016
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Amazon-Nutzer sollten aufpassen. Kriminelle versuchen, sie bei Amazon Marketplace mit verlockenden Fake-Angeboten zu ködern.

Viele Kunden von Amazon freuen sich, wenn sie ein vermeintliches Schnäppchen entdecken. Doch dabei müssen sie aufpassen, dass sie keine böse Überraschung erleben. Denn dort versuchen Kriminelle, die Verbraucher in die Falle zu locken.

Bei Amazon gibt es viele Fake-Shops von Kriminellen

Dies geschieht dadurch, dass Betrüger beim Marketplace Fake-Shops eröffnen. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die Ware lediglich bei Vorkasse bestellt werden kann. Nachdem der Kunde die Ware bezahlt hat, erhält er diese jedoch nicht.

Vorsicht bei Fehler-Meldung

Die Kriminellen arbeiten dabei häufig mit dem folgenden Trick, vor dem auch Verbraucherschützer warnen. Wenn Kunden das Angebot eines Fremdanbieters über Amazon bestellen wollen, bekommen sie an der Kasse eine Fehler-Meldung. Diese lautet wie folgt: „Es gab ein Problem“. Dies wird dahingehend erläutert, dass der Artikel nicht mehr erhältlich sei. Sofern die Verbraucher sich dann an den vermeintlichen Händler wenden. Diese fordern sie dann mit einer angeblichen Amazon-Bestätigung zur Zahlung von Vorkasse auf. Wer zahlt, bekommt die Ware nicht.

Der Nutzer geht hat dabei normalerweise das Problem, dass er seinen Anspruch auf Rückzahlung nicht zivilrechtlich geltend machen kann. Denn er kann die Betreiber des Fake-Shop nur schwer ausfindig machen, weil dieser seine Identität verschleiert. Entweder gibt er sie gar nicht an oder tritt sogar unter einer falschen Identität auf.

Fazit:

Amazon-Kunden sollten sich auf derartige Angebote nicht einlassen und sich am besten gar nicht mit dem angeblichen Händler in Verbindung setzen. Bei Angeboten von Drittanbietern sollte zumindest darauf geachtet werden, ob diese über ein ordnungsgemäßes Impressum verfügen. Skeptisch sollten Verbraucher vor allem bei Angeboten sein, die weit unter dem üblichen Marktwert liegen. Ebenso hilft häufig eine Recherche im Internet. Neben Verbraucherschutzforen sind vor allem die Checkliste der Verbraucherzentrale Niedersachsen sowie die Watchlist Internet interessant. Wer darauf hereingefallen ist, sollte sich an eine Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt wenden.


aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Urheberrecht & Medienrecht

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