ProReal Deutschland GmbH – Ausfall von Zins- und Rückzahlungen droht

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Anleger der OneGroup erhalten schlechte Nachrichten.

Die Tochtergesellschaften

  • ProReal Deutschland 7 GmbH    (nachrangige Namenschuldverschreibung)
  • ProReal Deutschland 9 GmbH    (nachrangige Namenschuldverschreibung)
  • ProReal Deutschland 10 GmbH  (nachrangige Namenschuldverschreibung)

teilten am 19. Februar 2024 mit, dass die fristgerechte Rückzahlung der Vermögensanlagen zum 31. Dezember 2024 und die fälligen Zinszahlungen am 30. Juni 2024 nicht erfolgen könne.

Im Bundesanzeiger wurde folgende relevante Tatsache veröffentlicht:

Zu veröffentlichende Tatsache gemäß § 11a Absatz 1 VermAnlG:

Die Emittentin wird sich am 16.01.2024 gemäß § 11a Abs. 1 S. 2 Nr. 2 VermAnlG in

Zahlungsverzug gegenüber den Anlegern der Vermögensanlage befinden. Die Vertragspartner der Emittentin bewegen sich in dem aktuell herausfordernden Marktumfeld der Immobilienprojektentwicklungen. Insbesondere führte die Zins- und Inflationsentwicklung zu einem Anstieg der Finanzierungskosten, was zu einer Stagnation der Immobilienmärkte und zu rückläufigen Immobilienpreisen geführt hat. Angesichts dieser vorherrschenden Marktlage wurde der Emittentin mitgeteilt, dass die Vertragspartner der Emittentin aktuell eine umfassende Risikoanalyse aller in ihrem Portfolio befindlichen Bauvorhaben durchführen. Diese Analyse soll im ersten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Bis zum Abschluss der Analyse hat die Emittentin mit den Vertragspartnern eine Stundung der Zinszahlungen für das vierte Quartal 2023 vereinbart. Hieraus ergibt sich, dass die Emittentin ihre Verpflichtungen gegenüber den Anlegern der Vermögensanlage für das vierte Quartal 2023 nicht nachkommen können wird.


Der ProReal Deutschland Fonds steht seit vielen Jahren in der Kritik. Damals wurde das Beteiligungsangebot der ProReal Deutschland Fonds GmbH & Co. KG als riskant eingestuft, da es sich um einen Blindpool handelte, bei dem ein wesentlicher Teil der Investitionen in Immobilien noch nicht feststand.

Die Bewertung des Rangrücktritts von Namensschuldverschreibungen ProReal Deutschland 7/8 und Europa 9/10 der One Group im Falle einer (drohenden) Insolvenz ist ebenfalls relevant. Anleger können ihre Zins- und Rückzahlungsansprüche erst dann geltend machen, wenn sämtliche vorrangigen Forderungen anderer Gläubiger der jeweiligen Gesellschaft vollständig erfüllt sind.


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Foto(s): istockphotos


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