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Qualifizierte Vertretung im Medizin- und Arzthaftungsrecht: Prozesserfolg vor Landgericht Dortmund!

Rechtstipp vom 24.03.2017
(7)
Rechtstipp vom 24.03.2017
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Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung in einem Arzthaftungsprozess ist wichtig, um sich gegen die regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Ciper & Coll.

Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da die Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser außergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient sodann gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als „schicksalhaftes Geschehen“ abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C. Ciper LL.M., Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im Nachfolgenden einen Prozesserfolg der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. vor:

Landgericht Dortmund 

Fehldiagnose eines Zungengrundkarzinoms sowie Unterkieferkarzinoms, 100.000,- Euro, LG Dortmund, Az.: 4 O 177/12

Chronologie:

Der zwischenzeitlich verstorbene Patient stellte sich erstmals in 2006 in der Praxis der Beklagten vor. Hier wurde im August 2006 ein Röntgenbild angefertigt, das keinen Hinweis auf einen Tumor enthielt, so die Mediziner. Nach deutlicher Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und einem Zusammenbruch diagnostizierten Nachbehandler im Oktober 2006 ein Zungengrundkarzinom sowie ein Unterkieferkarzinom, an deren Folgen der Patient verstarb.

Verfahren:

Das Landgericht Dortmund hat das Behandlungsgeschehen umfassend durch einen kieferchirurgischen Sachverständigen begutachten lassen. Dieser kam im Ergebnis zu groben, d. h. nicht nachvollziehbaren Behandlungsfehlern. Da der Versicherer der Mediziner eine vergleichsweise Einigung nicht akzeptieren wollte, verurteilte das Landgericht Dortmund die Beklagtenseite zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 15.000,- Euro und stellte zudem fest, dass alle weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft zu zahlen seien.

Bei dem jetzigen Verfahren handelte es sich um den Folgeprozess aus den zugesprochenen Feststellungsanträgen. Das Landgericht Dortmund hielt materielle Ansprüche in Höhe von 100.000,- Euro für angemessen.

Anmerkungen:

Wenn eine der Parteien zu einer vergleichsweisen Einigung trotz Anregung des Gerichtes nicht bereit ist, muss sie damit rechnen, dass sich die Nichtakzeptanz auch in den Urteilsgründen widerspiegelt. Es ist bedauerlich, dass die Gegenseite nochmals verklagt werden musste, da sie trotz des Ursprungsprozesses nicht bereit war, eine angemessene Regulierung vorzunehmen.

Medizingeschädigte Patienten sollten bei der Suche des zu vertretenden Anwaltsbüros vor allem auf folgende fünf Punkte achten

1. Kompetenz

Diese basiert auf dem Erfahrungsschatz der Kanzlei auf dem Gebiet des Medizinrechts. Jahrzehntelange Erfahrungen zahlen sich eher aus als wenige Berufsjahre.

2. Qualifizierung

Diese basiert auf der Erfolgsstatistik: Mehrere hundert nachweisbare Prozesserfolge in wenigen Jahren lassen eher auf die Qualität der Kanzlei schließen als beispielsweise ein gutes Dutzend aufgeführte Fälle.

3. Fachanwaltschaft

Rechtsanwälte, die den Titel „Fachanwalt für Medizinrecht“ tragen, weisen nach, dass sie auf diesem Gebiet über besondere praktische und theoretische Kenntnisse verfügen, die Anwälte ohne diesen Titel gerade nicht vorweisen können.

4. Teamarbeit

Es ist einleuchtend, bei der Auswahl des Anwaltsbüros auf ein Team erfahrener Rechtsanwälte zurückzugreifen. Nur so ist gewährleistet, dass durch regelmäßigen kanzleiinternen Austausch und Hilfestellungen untereinander das bestmögliche Ziel für den Mandanten erreicht wird. In Klein- oder Kleinstkanzleien fehlt gerade diese Möglichkeit, ganz unabhängig von den Komplikationen in Urlaubs- oder Krankheitsfällen sowie sonstigen Abwesenheiten des Bearbeiters.

5. Ortsnähe

Schließlich liegt es bereits aus pragmatischen Gründen auf der Hand, dass ein medizingeschädigter Mandant aus z. B. Südbayern nicht unbedingt eine Kanzlei an der Nordseeküste involvieren sollte und umgekehrt.


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