Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Schiffsfonds Krise: MS Vega Spinell und MS Vega Dolomit melden Insolvenz an

Rechtstipp vom 15.02.2013
(16)

Anleger geschlossener Schiffsbeteiligungen bleiben auch im Februar nicht von Hiobsbotschaften verschont. Wie das Fondstelegramm in dessen aktuellen Ausgabe berichtet, mussten zwischenzeitlich die seitens der Vega Reederei GmbH & Co. KG aufgelegten Schiffsfonds MS Vega Dolomit (Az.: 526 IN 4/13) sowie MS Vega Spinell (Az. 526 5/13) den Gang vor das zuständige Insolvenzgericht antreten. Den Anlegern des 2006 aufgelegten Schiffsfonds MS Vega Dolomit und des 2007 aufgelegten Schiffsfonds MS Vega Spinell droht nun der Totalverlust ihrer Einlage.

MS Vega Dolomit: Eigenkapital in Höhe von € 7.424.000,-

Wie deren Leistungsbilanz zu entnehmen ist, hatte die Vega Reederei den Schiffsfonds MS Vega Dolomit 2006 mit einem Investitionsvolumen in Höhe von € 16.570.000,- am Markt platziert. Der Eigenkapitalanteil in den 706 TEU Vollcontainerschiff MS Vega Dolomit investierenden Schiffsfonds betrug zum Zeitpunkt der Platzierung € 7.424.000,- .

MS Vega Spinell: Investitionsvolumen in Höhe von € 16.531.000,00

Laut Vega Reederei Leistungsbilanz wurde der in das 706 TEU Containerschiff MS Vega Spinell investierende Schiffsfonds 2007 mit einem Investitionsvolumen in Höhe von € 16.531.000,00 aufgelegt. Der Eigenkapitalanteil des MS Vega Spinell betrug zum Zeitpunkt der Erstemission € 7.140.000,-

Anleger des MS Vega Dolomit und MS Vega Spinell warten vergebens auf Ausschüttungen

Die Investition in die beiden Vega Reederei Schiffsfonds MS Vega Dolomit und MS Vega Spinell hat sich für deren Anleger zu keinem Zeitpunkt rentiert. So erhielten die Anleger der zwischenzeitlich Insolvenz angemeldeten MS Vega Dolomit und MS Vega Spinell bislang keine Ausschüttungen. Der Rücknahmekurs für Anteile am MS Vega Spinell betrug laut Informationen des Portals www.zweitmarkt.de zuletzt nur noch 1 % (Stand: 22.1.13).

Vega Reederei Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt

Betroffene Vega Reederei Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.

Sollten betroffene Vega Reederei Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.

Vertrieb von Schiffsfonds oftmals über Banken und Sparkassen

Recherchen unserer bereits eine Vielzahl geschädigter Schiffsfonds Anleger vertretenen Kanzlei zufolge wurden etliche Anteile geschlossener Schiffsbeteiligungen über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

Was können betroffene Vega Reederei Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?

Geschädigte Anleger problematischer Vega Reederei Schiffsfonds sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.