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Schiffsfonds müssen auch 2013 mit viel Gegenwind rechnen

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Nach einem turbulenten Jahr 2012 wird das kommende Jahr für Schiffsfonds-Anleger wohl erneut Probleme en masse bereithalten. Die Presseberichterstattung des November 2012 legt nahe, dass die Krise der Schifffahrt sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen werde und dramatische Konsequenzen für die Schiffsfonds und deren Anleger haben werde. Das Magazin Cash titelte am 16.11.2012 (Onlineausgabe) „Insolvenzen-Welle wird weitere (Ein-)Schiffsgesellschaften erfassen". Dies ist das Fazit, welches das Magazin aus einer Hamburger Tagung über Schiffsfinanzierung zieht.

Kein rasches Abflauen der Krise der Schifffahrt erwartet

Die Ursachen für die Schieflage der Schifffahrt seien dieselben, die die Branche bereits seit geraumer Zeit unter Druck setzten: Klamme Finanzen wegen geringer Einnahmen und sinkenden Schiffswerten bei gleichzeitig steigenden Kosten.  Dies belaste vor allem Containerschiffe. Der Rückzug von Banken aus der Schiffsfinanzierung bzw. strengere Vorgaben bei der Finanzierung vereinfachten die Lage angeschlagener Schiffsfonds nicht. Auch die Reedereien, Fondsanbieter und Schiffsfonds-Anleger seien nicht immer in der Lage (oder Willens) weitere Sanierungen zu finanzieren. Dabei bestehe nach einer Analyse der Deutschen Fonds Research bei fast jedem zweiten Schiffsfonds Sanierungsbedarf.

Doch nicht nur diese Zahl hinterlässt Eindruck. Seit dem Beginn der Schifffahrtskrise meldeten laut Cash.online über 100 Schiffsfonds Insolvenz an. Doch diese Zahl könne noch weiter ansteigen, prophezeite der Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann auf der Tagung. Er befürchte einen „Dammbruch" und rechne mit bis zu 500 weiteren Insolvenzen. Reedereien und Schiffsbetreiber versuchten durch Kooperationen und Zusammenschlüsse diesen Aussichten etwas entgegenzusetzen. Doch auch solche neuen Ansätze zur Krisenbewältigung seien keine Selbstläufer, wie die Schwierigkeiten der Lloyd Fonds AG bei der Suche nach Geldgebern für das Projekt Ocean 16 demonstrierten.

Kurswechsel bei der weltgrößten Reederei Maersk

Nicht nur bei deutschen Reedereien kündigt sich ein Wandel an: Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet am 19.11.2012 (Onlineausgabe), dass der Schifffahrtskonzern Moller-Maersk zukünftig die Investition in die Schiffssparte zurückfahren wird und anderen Geschäftsbereichen den Vorzug geben werde. Die beiden Großreedereien Maersk und MSC hatten sich in den vergangenen Monaten in einen Preiskampf begeben, der durch immer größere und effizientere Containerschiffe das gesamte Marktsegment der Containerschifffahrt unter Druck setzte. Laut FTD könnte durch diese Umorientierung die „Chancen, den ruinösen Wettbewerb zu beenden".

Das Manager Magazin widmet sich unter der Überschrift „Schiffsfonds-Anlegern droht Milliardenfiasko" am 19.11.2012 (Onlineausgabe) ebenfalls dem Kurswechsel der Maersk-Reederei. Der Investitionsstopp von Moller-Maersk wird als Reaktion auf „einen Markt, der sich seit nunmehr vier Jahren beinahe nonstop in der Krise befindet" bewertet. Die Zahl der Sanierungsfälle steige und manche sprächen gar von einem bevorstehenden „Kollaps" des Schiffsfondsmarkts. Eine Einschätzung, die aufgrund verschiedener Studien, welche das Manager Magazin zitiert, nicht von der Hand zu weisen ist. Die Schifffahrtsbranche und die Schiffsfonds steuern auf ein turbulentes Jahre 2013 zu.

Weitere Informationen über Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen befinden sich auf der Informationsseite www.schiffsfonds.eu.

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Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

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www.dr-stoll-kollegen.de

www.schiffsfonds.eu


Rechtstipp vom 21.11.2012
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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