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Spanische Solarfonds in der Krise - „manager magazin online“ bestätigt Kanzleianalyse

Rechtstipp vom 12.02.2015
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Rechtstipp vom 12.02.2015
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Mit der neuen Gesetzesänderung in Spanien steht nun fest, dass Anleger, die in spanische Solarfonds investiert haben, auf Jahre hinweg nicht mehr mit Ausschüttungen rechnen können. Grund sind die massiven Kürzungen der EEG-Umlage, also den Zuschüssen, die zu einem Großteil die spanischen Anlagen überhaupt erst wirtschaftlich rentabel haben werden lassen.

Spanische Solarfonds in der Krise

So berichtete jüngst das manager magazin online am 17.10.2014, dass bei mehreren Emissionshäusern die wirtschaftlichen Prognosen deutlich nach unten korrigiert werden mussten. Zwar produzieren die Solaranlagen weiterhin Strom, zum Teil sogar über den Prognosen, nur lassen sich damit so gut wie keine Gewinne mehr erwirtschaften. So teilte das Emissionshaus MPC auf Nachfrage des manager magazin online mit, dass beim „MPC Solarpark“, einem geschlossenen Solarfonds, der in Spanien investiert hatte, bis ins Jahr 2025 keine Gewinne mehr zu erwarten sind. Auch musste eine Neubewertung des Unternehmens aufgrund der niedrigeren Gewinnerwartungen vorgenommen werden. Allein für das Jahr 2013 kalkuliert „MPC Solarpark“ mit Verlusten von EUR 9,6 Mio.

Anleger, die zumindest auf die Rückzahlung ihrer Einlage hoffen, müssen sich daher auf deutlich verlängerte Laufzeiten einstellen. Dies ist möglich, weil bei vielen geschlossenen Fonds Klauseln existieren, die es den Fonds ermöglichen, die Laufzeit einseitig zu verlängern. Aber auch durch die Laufzeitverlängerung erhält der Anleger keine Sicherheit, zumindest seine Einlage zurückzuerhalten. Denn die neue Gesetzgebung erlaubt dem spanischen Staat alle drei Jahre eine Neubewertung der Solarförderung, d.h. schlimmstenfalls drohen weitere Kürzungen.

Neben MPC sind auch Fonds der Emissionshäuser White Owl Capital und Voigt & Collegen betroffen. Letztere äußerten sich gegenüber dem manager magazin online: „Auf Basis der verringerten Vergütungen sind aus den spanischen Anlagen auf absehbare Zeit keine Ausschüttungen zu erwarten.“

Besonders betroffen dürfte der Solarfonds „SolEs 22 Gmbh & Co. KG“ sein, der mit über 75 % seines Kapitals in spanische Solaranlagen investierte.

Zur Vermeidung von Rechtsnachteilen durch die Verjährung sollten Anleger jetzt reagieren. In vielen Fällen ist ein Vorgehen gegen die beratenden Banken und Finanzdienstleister möglich. Gerne unterstützen wir Sie bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche.


aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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