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Sperrzeit bei verspäteter Arbeitsuchendmeldung

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In der Praxis kommt es beim Bezug von Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt häufig vor, dass die Agentur für Arbeit eine einwöchige Sperrzeit wegen einer verspäteten Arbeitsuchendmeldung verhängt, sprich für eine Woche kein Arbeitslosengeld auszahlt.

Zulässig ist diese Sperrzeit, wenn sich der Arbeitslose nicht unverzüglich nach Kenntnis vom Arbeitsplatzverlust persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend meldet. Hier ist danach zu unterscheiden, wie viel Zeit zwischen der Kenntnis von der bevorstehenden Kündigung und der eigentlichen Kündigung noch liegt.

Grundsätzlich gilt, dass eine Meldung (die durch persönliches Vorsprechen bei der Arbeitsagentur zu erfolgen hat, wobei zunächst auch eine formlose Anzeige per Telefon, Mail Fax o. Ä. reicht, wenn man den Besuch bei der Behörde dann nachholt) über die bevorstehe Arbeitslosigkeit drei Monate vor Beendigung der Beschäftigung erfolgen soll. Liegen zwischen der Kenntnis vom Jobverlust und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, hat die Meldung innerhalb von nur drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu erfolgen.

Problematisch an der Meldung ist, dass viele Bürger von dieser Pflicht gar nichts wissen und von der Sperrzeit überrascht werden, wenn sie die Fristen nicht einhalten, über die der Arbeitgeber eigentlich informieren soll. Wenn der Arbeitslose indes keine Kenntnis von der Frist hat, darf er nicht mit einer Sperrzeit belangt, was die Agentur für Arbeit meist aber recht wenig interessiert.

Haben auch Sie Probleme mit dieser oder einer anderen Sperrzeitverhängung durch das Arbeitsamt kontaktieren Sie mich bitte unverbindlich.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Sozialrecht

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