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Volkswagen verweigert Klägern Auskunft

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Die Volkswagen AG wurde in den letzten Monaten nicht müde, immer wieder ihren Willen zur transparenten Aufarbeitung des Skandals rund um die manipulierte Software etlicher VW-Diesel-Fahrzeuge öffentlich zu bekunden. Anleger, die von den kooperierenden Rechtsanwaltskanzleien Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Müller Seidel Vos vertreten werden, und aufgrund des Fehlverhaltens des Wolfsburger Autokonzerns massive Kursverluste hinnehmen mussten, erleben das Unternehmen zurzeit von einer anderen, deutlich weniger transparenten Seite.

„Unserem Antrag, zu erfahren, wie viele Musteranträge bereits am Braunschweiger Landgericht gegen VW wegen einer Verletzung der Ad-hoc-Meldepflicht anhängig sind, wurde seitens des Autokonzerns widersprochen. Von der explizit zugesagten Transparenz ist da nichts zu erkennen“, sagt Klaus Nieding, Vorstand der Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft. „Es drängt sich der Gedanke auf, dass das Musterverfahren, das ein zentrales Instrument des Anlegerschutzes ist, boykottiert werden soll“, ergänzt Daniel Vos, Partner bei Müller Seidel Vos.

Die Zulassung einer Musterklage nach dem Musterverfahrensgesetz setzt voraus, dass mindestens zehn inhaltlich vergleichbare Klagen mit einem entsprechenden Musterantrag anhängig sind. Für geschädigte Anleger ist es daher von entscheidender Bedeutung, so früh wie möglich zu erfahren, ob die Voraussetzungen für eine Musterklage erfüllt sind oder nicht. „Volkswagen möchte diese Information aber offenbar solange unter der Decke halten wie möglich, um die Klägerseite zu schwächen“, sagt Nieding. „Damit sollen wohl potenzielle Kläger so weit wie möglich verunsichert werden. Wenn die Durchführung eines Musterverfahrens durch dieses Verhalten tatsächlich in Gefahr gerät, werden wir die Bündelung auf Klägerebene mittels einer GmbH durchführen“, kündigt Vos an.

Mit rund 6.500 registrierten betroffenen privaten und institutionellen Anlegern, sowie einer Schadenssumme in dreistelliger Millionenhöhe, vertreten Nieding + Barth und Müller Seidel Vos wohl die derzeit größte Klageplattform für VW-Aktionäre in Deutschland. Die beiden Kanzleien kooperieren, um Geschädigten zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen zu verhelfen.

Interessierte Anleger können sich auf der eigens eingerichteten Homepage www.wolfsburggate.de über die nächsten Schritte informieren und registrieren.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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