Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Teilen

E-Mail

Facebook

Twitter

LinkedIn

Xing

Link

Wie stellt man ein Schreiben rechtssicher zu?

(3)

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Bote, Einschreiben oder Einschreiben-Rückschein: Es gibt viele Wege, ein Schreiben zuzustellen. Doch nur drei Zustellungsarten stellen sicher, dass man den Zugang des Schreibens im Nachhinein gerichtsfest nachweisen kann. Diese sind:

1. Persönliche Übergabe und Quittierung.

Man kann den Empfänger bitten, den Empfang des Originals mit einer Unterschrift auf einer Abschrift gegenzuzeichnen. Man schreibt auf die Abschrift etwa: „Original persönlich erhalten am …“ und lässt den Empfänger dort unterschreiben.

2. Der Zugang per Boten.

Oder man stellt per Boten zu. Bote kann grundsätzlich jeder sein, der nicht Vertragspartei ist. Der Bote muss später bestätigen können, dass er ein bestimmtes Schreiben persönlich überreicht oder in den Machtbereich des Empfängers zugestellt hat, beispielsweise, indem er es in den Briefkasten wirft. Es empfiehlt sich, dass der Bote sich genau aufschreibt, wann er das Schreiben wie und wo eingeworfen hat. So vermeidet man Gedächtnislücken und Ungereimtheiten. Auch empfehlenswert: Ein Foto des Schreibens sowie Fotos davon, wie es eingetütet wird, und des Briefkastens beziehungsweise des Einwurfs – alle gern mit Datum, Uhrzeit, GPS-Daten. Je präziser, desto besser.

3. Zustellung per Gerichtsvollzieher.

Auch das ist regelmäßig gerichtsfest: Man lässt ein Schreiben durch einen Gerichtsvollzieher zustellen.

Alle anderen Zustellungsarten, ob per Post, Einschreiben oder Einschreiben-Rückschein, sind und bleiben unsicher. In meiner über 20-jährigen anwaltlichen Gerichtspraxis habe ich es oft erlebt, dass die Zustellung per Einschreiben erfolgreich bestritten wurde, beispielsweise, weil der Empfänger vorgab, nur ein Blatt erhalten zu haben und nicht das zweite, das mit der Unterschrift.

Der Zugang eines Schreibens ist wichtig bei einer Kündigung im Arbeitsrecht oder im Mietrecht. Kündigungen scheitern oft am Zugang des Kündigungsschreibens; oder der fehlerhafte Zugang eines Schreibens liefert die Grundlage für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses oder des Mietvertrages.

Wer eine Kündigung erhalten hat, sollte sich umgehend an einen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Haben Sie Fragen rund um den Zugang eines Schreibens im Zusammenhang mit einer Kündigung?

Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck an. In einer kostenlosen und unverbindlichen Ersteinschätzung beantwortet er Ihre Fragen zur Kündigung, beziehungsweise zur besten Strategie, mit der Sie die Kündigung vermeiden können.

Bundesweite Vertretung:

Fachanwalt Alexander Bredereck vertritt seit über 20 Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sowie Mieter und Vermieter bundesweit bei Kündigungen und Aufhebungsverträgen im Arbeitsrecht und Kündigungen und Räumungsklagen im Wohnraum- und Gewerbemietrecht.

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com.

Alles zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Kanzleihomepage.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Allgemeines Vertragsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Ihre Spezialisten

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.