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Die wichtigsten Schritte beim Firmenkauf

Oder wählen Sie einen passenden Anwalt in Ihrer Nähe

Sie möchten ein Unternehmen kaufen? Oder befinden Sie sich bereits mitten in den Vertragsverhandlungen? Erfahren Sie hier mehr!

Die wichtigsten Fakten

  • Kaufinteressenten können Anteile oder eine ganze Firma kaufen.
  • Käufer verschaffen sich zunächst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.
  • Wichtig: Erstellen Sie einen Geschäftsplan und ein Übernahmekonzept.

So gehen Sie vor

  1. Führen Sie eine umfassende Analyse durch.
  2. Lassen Sie sich bei den Kaufverhandlungen rechtlich beraten.
  3. Sichern Sie sich die juristische Unterstützung beim Vertragsabschluss.

Was ist ein Firmenkauf?

Der Firmenkauf, auch bekannt als Unternehmenskauf, Akquisition oder Übernahme, ist eine rechtliche Transaktion, bei der ein Unternehmen oder eine Unternehmensbeteiligung ganz oder nur zum Teil gekauft wird. Neben den rechtlichen Aspekten hat ein Firmenkauf auch wirtschaftliche Auswirkungen. Zu diesen gehören unter anderen

  • Kaufmotive
  • Kaufpreis
  • Finanzierung

Warum kauft man eine Firma?

Die Motive eines Firmenkaufs sind ganz unterschiedlicher Natur. So kann ein Unternehmenskauf aus

  • finanziellen Gründen (bspw. steuerliche Aspekte),
  • strategischen Gründen (z. B. verbesserte Nutzung von betrieblichen Funktionen) oder
  • persönlichen Gründen

stattfinden.

Erstberatung Unternehmensgründung

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Lassen Sie sich beraten!

Wie läuft ein Firmenkauf ab?

Selbstverständlich sind bei jedem Unternehmenskauf die Umstände anders, jedoch gibt es ein paar Grundregeln, wie ein Firmenkauf grob abzulaufen hat. Dieser klare Ablauf ist für alle Beteiligten wichtig.

1. Vorbereitung

Zu Beginn sollten Sie sich über Ihre Ziele klar werden, die Sie mit dem Neuerwerb erreichen möchten. Haben Sie Ihre Ziele definiert, sollten Sie sich um die finanziellen Angelegenheiten kümmern.

2. Analyse

Haben Sie die Vorbereitungsphase abgeschlossen und ein passendes Unternehmen gefunden, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens schaffen und sich auch mit den rechtlichen und steuerlichen Aspekten des Kaufs vertraut machen. Eine solche Prüfung wird als Due Diligence bezeichnet und beinhaltet eine sorgfältige Analyse, Prüfung und Bewertung einer Firma. Geprüft wird unter anderem 

  1. der Markt
  2. die rechtliche Struktur
  3. die finanzielle Situation
  4. das Produkt und die Technologie
  5. Patente und Copyrights
  6. das Personal

3. Kaufverhandlungen

Anschließend kommen Sie zu den Kaufverhandlungen, die den längsten Teil des Transaktionsprozesses bilden. Zuerst unterzeichnen Sie in dieser Phase eine Vertraulichkeitserklärung (Non Disclosure Agreement). Diese sorgt dafür, dass die Unternehmensinteressen gewahrt werden. In diesem Abschnitt sollten Sie auch Ihre Verhandlungstaktik vorbereiten und sich auf Ihr Wunschunternehmen einstellen. Fehlen Ihnen noch Informationen über die Firma, können Sie diese anfordern.

Außerdem erstellen Sie in dieser Phase einen Geschäftsplan und erarbeiten ein Übernahmekonzept. Nachdem der Verkäufer Ihre Pläne geprüft hat und damit einverstanden ist, unterschreibt er eine Absichtserklärung, den sogenannten Letter of Intent. Nachdem Sie das Unternehmen sowie die Preisgestaltung erneut geprüft haben und Sie sich für den Kauf entscheiden, können die eigentlichen Vertragsverhandlungen beginnen.  

4. Vertragsabschluss

In dieser Phase wird ein erster Vertragsentwurf aufgesetzt und von den beiden Parteien geprüft. Sowohl Anwälte als auch Steuerberater sind oft an dieser Prüfung beteiligt, damit sowohl die steuerlichen als auch die finanziellen Aspekte eingehend geprüft werden können. Entspricht der Vertrag den Vorstellungen der beiden Parteien, wird er unterzeichnet und der Unternehmenskauf ist somit formal abgeschlossen.

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Welche Formen eines Unternehmenskaufs gibt es?

Der Kauf einer Firma kann in zwei Formen stattfinden:

  1. Share Deal
  2. Asset Deal

Was ist ein Share Deal?

Bei einem Share Deal erwerben Sie, als Käufer, die gesamte Firma. Das bedeutet, dass alle Firmenanteile des Unternehmens auf Sie übergehen. Kaufgegenstand bei einem Share Deal sind also die Aktien, GmbH-Anteile oder Gesellschaftsanteile einer Personengesellschaft.

Share Deals lohnen sich meist in Städten mit hoher Grunderwerbsteuer. Denn wenn Sie, als Käufer, ein Unternehmen als Share Deal kaufen, kaufen Sie nicht das Grundstück inkl. Gebäude, sondern die Anteilsmehrheit des Unternehmens. Diese Anteilsmehrheit muss weniger als 95 % betragen.

Was ist ein Asset Deal?

Ein Asset Deal ist eine Form des Unternehmenskaufs, bei dem innere Wirtschaftsgüter (aus dem Englischen Assets) eines Unternehmens einzeln erworben werden und auf den Käufer übertragen werden. Zu diesen Wirtschaftsgütern zählen unter anderen:

  • Maschinen
  • Grundstücke
  • Rechte
  • Produktionsanlagen

Übernommen wird bei einem Asset Deal nur, was auch im Kaufvertrag vereinbart wurde. Für den Käufer bzw. Investor hat das den Vorteil, dass er nur die Vermögenswerte übernehmen muss, die er möchte. Ein Asset Deal bietet sich also insbesondere dann an, wenn mit der Transaktion nur eine Sparte des anderen Unternehmens übernommen werden soll. Zwar muss jeder Vertrag einzeln geprüft werden und jeder Vertragspartner muss einzeln zustimmen, jedoch erwirbt der Käufer hier nur die Assets, die seiner Meinung nach lukrativ sind. Durch den großen bürokratischen Aufwand kann ein Asset Deal mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Von
Nina Struller
anwalt.de-Redaktion