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Rechtsanwalt Steuerberater: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Ein Steuerberater hat einen komplexen Aufgabenbereich. Er fertigt für seinen Mandanten nicht nur die Steuererklärung, sondern berät ihn auch hinsichtlich des Steuergebiets, das für den Kunden relevant ist. So hat die Privatperson im Rahmen der Einkommensteuer eher Fragen dazu, wann beispielsweise Werbungskosten vorliegen, die man von der Steuer absetzen kann, während der Unternehmer z. B. wissen möchte, wie der Kauf und die Nutzung von einem Dienstwagen steuerrechtlich zu behandeln ist. Hinzu kommt, dass der Steuerberater für ein Unternehmen die Buchführung oder die Lohnabrechnung erledigen und im Zusammenhang mit einer Existenzgründung das Unternehmenskonzept erstellen darf. Ferner überprüft er den Steuerbescheid seines Mandanten und vertritt diesen gegenüber dem Finanzamt sowie unter Umständen vor dem Finanzgericht. Auch im Steuerstrafrecht darf der Steuerberater zurate gezogen werden, etwa wenn während einer Betriebsprüfung bzw. einer Steuerprüfung beim Prüfer der Verdacht auf eine Steuerhinterziehung durch den Steuerpflichtigen entsteht.

Zu berücksichtigen ist aber, dass der Steuerberater nur als Ratgeber in steuerrechtlichen Bereichen tätig werden darf. Sofern sich Fragen zu anderen Rechtsgebieten ergeben - z. B. zum Mietrecht oder Kaufrecht -, muss der Mandant diesbezüglich einen Rechtsanwalt zurate ziehen. Außerdem hat die Überprüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse nicht durch einen Steuerberater, sondern durch einen Wirtschaftsprüfer zu erfolgen.

Relevante Gesetze, die jeder Steuerberater zu beachten hat, sind beispielsweise:

Danach muss der Steuerberater seine Tätigkeit nicht nur eigenverantwortlich, gewissenhaft und unabhängig erledigen; er darf auch nicht mit berufswidriger Werbung auf sich aufmerksam machen, um sich im Wettbewerb mit anderen Steuerberatern einen Vorteil zu verschaffen. Verstößt der Steuerberater ferner gegen seine Pflichten aus dem Vertrag, dem sog. Mandantenvertrag, kann sein Kunde wegen der Pflichtverletzung unter Umständen Schadenersatz verlangen. Das ist z. B. der Fall, wenn der Steuerberater seinen Mandanten nur unzureichend beraten hat.

Steuerberater darf man sich übrigens nur nennen, wenn man erfolgreich die Steuerberaterprüfung absolviert hat, § 37 StBerG. Daran darf man wiederum nur teilnehmen, wenn man zugelassen wurde. Eine Zulassung erhält, wer folgende Voraussetzung erfüllt:

  • ein erfolgreich beendetes (Fach-)Hochschulstudium (Rechtswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre) von mind. vier Jahren sowie zwei Jahre Berufspraxis im Steuerrecht oder
  • ein erfolgreich beendetes Studium von weniger als vier Jahren sowie drei Jahre Berufspraxis im Steuerrecht oder
  • eine erfolgreich beendete kaufmännische Berufsausbildung bzw. Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten sowie zehn Jahre Berufspraxis im Steuerrecht (sieben Jahre Berufspraxis bei Bilanzbuchhaltern oder Steuerfachwirten). Auch ein Beamter des gehobenen Dienstes der Finanzverwaltung, der mindestens sieben Jahre als Sachbearbeiter o. Ä. tätig war, wird zur Prüfung zugelassen.

Die §§ 37a, 38 StBerG regeln, wann man die Prüfung gar nicht oder nur verkürzt ablegen muss. So ist etwa ein ehemaliger Beamter des gehobenen Dienstes von der Prüfung befreit, wenn er zuvor 15 Jahre im Bereich des Steuerrechts tätig gewesen ist. Dagegen ist etwa für Wirtschaftsprüfer eine verkürzte Prüfung möglich. Ferner ist zu beachten, dass angehende Steuerberater nicht vorbestraft sein dürfen, in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben müssen und ihr zuvor ausgeübter Beruf mit dem des Steuerberaters nicht unvereinbar sein darf. Bei Nichtbestehen der Prüfung ist eine Prüfungswiederholung möglich. Man sollte sich bis zum nächsten Versuch aber etwas Zeit nehmen und etwa einen Lehrgang besuchen; schließlich belaufen sich die Kosten der Prüfungszulassung auf 200 Euro, die Kosten für die Prüfung selbst auf ca. 1000 Euro.

(VOI)

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