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Aktiv in den Sozialen Medien? Achtung, Kündigungsfalle!

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Dr. Attila Fodor, Berlin und Essen.

„Wer schreibt, der bleibt.“ Mit diesem Sprichwort wurde früher zum Schreiben motiviert; heute könnte man meinen, dass er einer Warnung gleichkommt. Denn auf Twitter, Instagram, WhatsApp & Co. äußern sich viele User auf eine Art und Weise, die sie später bereuen – vor allem wenn ihr Arbeitgeber davon erfährt. Der Kündigungsschutzexperte Anwalt Bredereck sagt, wie gefährlich Äußerungen in den Sozialen Medien für das Arbeitsverhältnis sein können.

Es ist weit verbreitet, dass Arbeitgeber die social media-Aktivitäten ihrer Bewerber und Mitarbeiter beobachten; und es kommt vor, dass Arbeitgebern Screenshots von alten Facebook-Posts oder längst gelöschten Twitter-Beiträgen zugespielt werden.

Was die Arbeitgeber dort in Erfahrung bringen, ist in der Welt – und wird ernst genommen. Jüngst musste das eine renommierte US-amerikanische Journalistin erfahren: Ihr fiel ein 10 Jahre alter, längst gelöschter, wohl fremdenfeindlicher und homophober Internetbeitrag, den sie als Jugendliche verfasst hatte, auf die Füße. Ihren designierten Posten als Chefredakteurin eines Modemagazins trat sie deshalb nicht an.

Auch wenn man der Auffassung ist, dass einem die Äußerungen und Fehler, die man als Jugendlicher begangen hat, einem als Erwachsenen, nachdem man sich geändert und dazu gelernt hat, regelmäßig nicht mehr vorgeworfen werden sollten: Viele Arbeitgeber sehen das nicht so und trennen sich von Mitarbeitern, die fremdenfeindliche, beleidigende, oder andere vertrauensschädigende Inhalte im Internet verbreitet haben.

Arbeitnehmertipps: Wer sich in den Sozialen Medien äußert, sollte das mit der gebotenen Zurückhaltung tun; vermieden Sie überspitzte Äußerungen und scharfe Töne. Bedenken Sie: Die anderen Internetnutzer lesen nur Ihren Beitrag und machen sich nur anhand dessen ein Bild von Ihnen. Sie haben so gut wie keine Chance, Ihre Worte nachträglich abzuschwächen oder in ein anderes Licht zu rücken. Auch sollten Sie damit rechnen, dass Ihr Chef einiges davon, was sie im Internet posten oder schreiben, direkt oder über Umwege mitbekommt.

Im Fall einer Kündigung rate ich dazu, dass Sie sich am selben Tag, an dem Sie das Kündigungsschreiben erhalten, an einen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden und die Chancen einer Kündigungsschutzklage prüfen lassen.

Zwar sprechen viele Arbeitgeber wegen problematischer Online-Beiträge ihrer Mitarbeiter schnell Kündigungen aus; sehr oft verstoßen sie dabei aber gegen die Vorschriften des Kündigungsschutzgesetzes, und der Mitarbeiter hat oft gute Chancen, sich gegen die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage zu wehren.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Droht Ihnen eine Kündigung? Haben Sie Fragen zu Ihrer Abfindung oder zum Aufhebungsvertrag?

Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an. In einer kostenlosen und unverbindlichen telefonischen Ersteinschätzung beantwortet er Ihre Fragen zum Kündigungsschutz und zur Abfindungshöhe.

Bundesweite Vertretung

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck vertritt seit 23 Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit bei Kündigungen und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Aufhebungsverträgen und Abwicklungsvereinbarungen.

Alles zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Kanzleihomepage.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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