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BAC Life Trust Fonds: Verhandlungen über LTAP-Kreditlinie nun doch gescheitert

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Bremen, den 18.02.2011. Noch am vergangenen Dienstag, dem 15.02.2011, hieß es seitens der BAC Berlin Atlantic Capital GmbH (BAC), dass Wells Fargo und BAC wieder direkte Verhandlungen über die Kreditlinie aufgenommen hätten. Gestern nun die ernüchternde Nachricht: Die Verhandlungen seien nun doch gescheitert, da die von Wells Fargo vorgelegten Entwürfe unzulässig und inhaltlich völlig inakzeptabel seien. Nach den Verlautbarungen der BAC sähen die Bedingungen vor, dass Wells Fargo ein jederzeitiges Verwertungsrecht für das Policenportfolio erhalte und die Anleger gleichzeitig auf alle weiteren Rechte und Ansprüche verzichten müssten. Das Verfahren liege nun wieder bei Gericht; eine Entscheidung werde in den nächsten Tagen erwartet.

„Aufgrund möglicher Kapitalverluste und des ständigen Hin und Her sind die Investoren zu-nehmend verunsichert", so Fachanwältin Dr. Petra Brockmann von Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp). Hrp vertritt bereits mehrere Gesellschafter und empfiehlt, mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen.

Der Life Trust Asset Pool (LTAP), der US-amerikanische Zweitmarktpolicen von insgesamt 8 der von BAC initiierte Fonds hält, hatte am 22. Dezember 2010 vorsorglich Gläubigerschutz nach „Chapter 11" des amerikanischen Rechts vor dem zuständigen Gericht im Bundesstaat Delaware beantragt. Damit wollte das Fondsmanagement das Policenportfolio vor der Verwertung durch die kreditgebende Bank, Wells Fargo, schützen. Durch das „Chapter 11"-Verfahren eröffnet sich die Möglichkeit, die bestehende Finanzierung unter Aufsicht des Gerichts neu zu ordnen. Zur Finanzierung der Zweitmarktpolicen hatte der LTAP mit der US-Bank Wachovia eine Kreditlinie in Höhe von ursprünglich 500 Mio. USD vereinbart, die später auf 225 Mio. USD reduziert wurde. Wachovia ist mittlerweile aufgrund der Finanzkrise von Wells Fargo übernommen worden. Diese Kreditlinie könnte dem Asset Pool und damit den Anlegern der BAC Life Trust-Fonds nun zum Verhängnis werden.

Wells Fargo drängte nämlich zuletzt auf den Verkauf des Lebensversicherungsportfolios, das von dem LTAP gehalten wird, und hat die Rückzahlung des gesamten Darlehens verlangt. Der LTAP hatte noch 2009 224 Policen gekauft, um das Investmentziel von mindestens 1.000 Policen zu erreichen. Bis Ende 2009 wurden von dem Asset Pool insgesamt 408 Policen erworben. Nach aktuellen Mitteilungen der BAC Berlin Atlantic Capital GmbH sollen die Ablaufleistungen der Policen rund 1,4 Mrd. USD betragen.

Dr. Petra Brockmann

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft

Marcusallee 38

28359 Bremen

Tel.: +49 421 24 685-0

Fax : +49 421 24 685-11

info@hahn-rechtsanwälte.de

http://www.hahn-rechtsanwaelte.de

Zum Kanzleiprofil:

Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp) wird in JUVE, Handbuch für Wirtschaftskanzleien 2010/2011, als eine der empfohlenen Kanzleien im Kapitalanlegerschutz benannt. Der Kanzleigründer, RA. Peter Hahn, M.C.L., ist seit 20 Jahren ausschließlich im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig. RA. Hahn und RAin. Dr. Petra Brockmann sind Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht und gehören laut JUVE-Handbuch zu den „häufig empfohlenen" Anwälten. Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft mit Standorten in Bremen, Hamburg und Stuttgart vertritt ausschließlich Kapitalanleger.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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