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BWF-Stiftung: Rechtsanwälte informieren! Anleger sollten umgehend handeln!

Rechtstipp vom 13.03.2015
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Rechtstipp vom 13.03.2015
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Nachdem die Berliner Kanzlei Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte bereits am 09.03.2015 über die Razzia mit 120 Polizeibeamten und 5 Sonderermittlern der Finanzaufsicht BaFin bei dem Goldanbieter „BWF Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ berichtet hatte, ist die Verunsicherung unter den Betroffenen weiterhin sehr groß:

Die BaFin hatte die Rückabwicklung mangels der erforderlichen Erlaubnis angeordnet, außerdem hat die Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge bereits angedeutet, dass ca. 95 % des Goldes Falschgold sein könnten.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht von Dr. Späth & Partner hierzu: „Diverse Mandanten von uns berichten uns, dass sie vor kurzem Rückabwicklungsangebote der BWF-Stiftung bekommen und diese bereits angenommen haben. Nach der Abwicklungsanordnung der BaFin sind jedoch alle Anlagegeschäfte der BWF-Stiftung rückabzuwickeln und zwar unabhängig davon, ob nun eine Rückabwicklungsvereinbarung mit der BWF geschlossen wurde oder nicht. Alle Anleger sind diesbezüglich also gleichgestellt.

Auch berichten einige Betroffene, dass sie die Verantwortlichen seit kurzem, obwohl sie vor einigen Tagen noch mit diversen Mitarbeitern der BWF-Stiftung telefoniert hätten, nun nicht mehr telefonisch erreichen würden, was ebenfalls für Verunsicherung sorgt.“

Heute, am 12.03.2015, hat auch der Abwickler der BWF-Stiftung, Rechtanwalt Dr. Georg Bernsau von BBL Rechtsanwälte, mitgeteilt, dass es voraussichtlich noch mehrere Wochen dauern werde, um festzustellen, ob und in welcher Höhe noch Anlegergelder oder sonstige einbezogene Vermögenswerte vorhanden sind, und sich vorher nicht sagen lasse, ob und in welchem Umfang die Anlegergelder zurückgeführt werden könnten. Auch dies sorgt für starke Verunsicherung bei den Betroffenen.

Betroffene sollten daher umgehend ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen.

Dazu gehört z. B. die Prüfung vorläufiger Maßnahmen wie z. B. Arrestierungen bei den eventuellen Verantwortlichen oder in den Goldbestand. Dr. Späth hierzu: „Dabei sollten Anleger immer berücksichtigen, dass eine Arrestierung für die Anleger nicht automatisch von der Staatsanwaltschaft vorgenommen werden würde, sondern jeder einzelne Anleger hierzu einen Titel, z. B. in Form eines Arrestbeschlusses, erwirken müsste.“

Sofern sich das betrügerische Verhalten der Verantwortlichen bestätigen sollte, kämen, neben Ansprüchen gegen die BWF-Stiftung, auch Ansprüche gegen die Verantwortlichen selbst in Betracht. Diese würden dann mit ihrem gesamten Privatvermögen haften.

Sofern die Anlage den Anlegern von einem Vermittler vermittelt worden ist, könnten auch Ansprüche gegen den Vermittler der Anlage geltend gemacht werden, denn die schulden eine anleger- und objektgerechte Beratung.

Dr. Späth hierzu: „Ich habe Zweifel, ob die Vermittler die – aufgrund der aktuellen BGH-Rechtsprechung geschuldete – Plausibilitätsprüfung der Anlage bei der „BWF-Stiftung“ ordnungsgemäß durchgeführt haben.“

Fazit: Anleger können viel tun, um ihre wertvollen Ansprüche zu sichern und sollten keine wertvolle Zeit verlieren, sondern umgehend handeln.

Die Berliner Kanzlei Dr. Späth & Partner hilft Betroffenen gerne dabei, ihre Ansprüche durchzusetzen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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