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Der Arbeitgeber verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz – was tun?

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Arbeitszeiten von täglich über 10 Stunden: Wer so viel Arbeit von seinen Mitarbeitern verlangt, verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz. Mehr noch: Arbeitnehmer, die das auf Dauer mitmachen, riskieren ihre Gesundheit. Der Kündigungsschutzexperte Anwalt Bredereck weiß, wie man sich dagegen am besten wehrt.

Zunächst: Von zwei Möglichkeiten kann ich Arbeitnehmern regelmäßig nur abraten.

1. Verweigern Sie Ihre Arbeit grundsätzlich nicht! Halten Sie die von Ihrem Arbeitgeber vorgegebenen Arbeitszeiten grundsätzlich (erst einmal) ein – vorausgesetzt Ihre Gesundheit leidet nicht darunter.

Falls Sie Ihre Arbeitszeit beispielsweise nach 8 Stunden niederlegen und nach Hause gehen, weil Ihrer Meinung nach alles andere mit dem Arbeitszeitgesetz nicht vereinbar ist, riskieren Sie eine Abmahnung und gegebenenfalls eine verhaltensbedingte oder fristlose Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses.

2. Als Arbeitsrechtler rate ich auch von Strafanzeigen gegen den eigenen Arbeitgeber ab. Das Arbeitsrecht der Bundesrepublik bietet Whistleblowern keinen wirklich umfangreichen Schutz. Hinweisgeber riskieren die Kündigung, wenn sie Missstände am Arbeitsplatz öffentlich machen, indem sie Polizei und Staatsanwaltschaft über Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz informieren. Eine Strafanzeige wird von Gerichten oft als illoyales Handeln gewertet, auf die der Arbeitgeber mit einer Kündigung wegen zerstörten Vertrauensverhältnisses reagieren kann.

Zu was kann man Arbeitnehmern bei Arbeitszeitverstößen raten?

Besser ist es regelmäßig, erst einmal innerbetrieblich aktiv zu werden. Sprechen Sie den Arbeitszeitverstoß zuerst mit Ihrem Chef, beim Betriebsrat oder gegebenenfalls bei der Schwerbehindertenvertretung an. Versuchen Sie, mit den hierfür zuständigen Ansprechpartnern im Betrieb zu einer Lösung zu kommen. Sinnvoll kann an dieser Stelle auch eine Überlastungsanzeige an Ihren Arbeitgeber sein.

Falls das einen nicht weiter bringt, sollte man Hilfe bei einem Arbeitsrechtler holen, am besten bei einem auf Arbeitsrecht und Kündigungsschutz spezialisierten Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der Anwalt kann sich entweder selbst einschalten und mit einem anwaltlichen Schreiben die Einhaltung der Arbeitszeitgesetze einfordern; oder der Arbeitnehmer fordert das schriftlich selbst ein, nachdem er sich mit seinem Anwalt abgestimmt hat.

Wer unter der Mehrarbeit leidet, wer merkt, dass er deshalb Fehler macht, oft krank wird, gereizt ist und schlecht schläft, sollte professionelle Hilfe holen, und einen Anwalt anrufen und sich arbeitsrechtlich beraten lassen.

Wer den Anwalt offen einschaltet, sollte sich bewusst sein, dass man damit einen Prozess in Gang tritt, der regelmäßig zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung führt. Oft lohnt sich das nicht nur finanziell; vielen tut der Arbeitsplatzwechsel gesundheitlich gut. Nur: Man muss sich dieser möglichen Konsequenz bewusst sein.

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Bundesweite Vertretung

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck vertritt seit vielen Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit bei Kündigungen und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Aufhebungsverträgen und Abwicklungsverträgen.

Weiterführende Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag

Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage aus Arbeitnehmersicht: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Alles zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag, einschließlich Musterklage, Musterschreiben, Mustervereinbarung, sowie Arbeitnehmertipps: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Vorladung durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK), Depression am Arbeitsplatz, Überlastungsanzeige, Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: https://kuendigungen-anwalt.de.

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Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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