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Diesel von Porsche, Audi & Mercedes im Abgasskandal - Stand August 2017

Rechtstipp vom 24.08.2017
(27)
Rechtstipp vom 24.08.2017
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MBK ist eine mittelständische Wirtschaftskanzlei und seit Beginn des Abgasskandals glasklar auf Seiten privater und gewerblicher Opfer positioniert.

Wir tragen gemeinsam mit vielen anderen Kanzleien in ganz Deutschland als Rechtsanwälte Anteil an der Definition „Abgasskandal“, denn die Darstellung der Verwicklung in einen solchen und dessen Nachweis, ist uns in mehreren 100 Fällen – VW, Audi, Mercedes & Porsche – bislang erfolgreich gelungen.

Dabei war und ist juristische Expertise vor allem im Austausch mit Rechtsschutzversicherungen eine scharfe Waffe im Kampf um mögliche Rückgaben von Diesel-Pkw oder Schadensersatz für Opfer des Abgasskandals.

Diejenigen Dieselbesitzer, die sich gegen Wertverluste wehren, haben dann gute Karten, wenn ihre Verwicklung in einen echten Skandal nachgewiesen werden kann. Dabei wird als Randnotiz in den Geschichtsbüchern der deutschen Autoindustrie auf ewig vermerkt bleiben, dass das Bundesverkehrsministerium gegenüber der Daimler AG mit einem Verzicht auf die Anordnung einer Rückrufaktion Millionen von Dieselskandal-Opfern aktuell die Möglichkeiten erschwert, für die vorhandenen Rechte einzutreten.

Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung, als Partner bei MBK für das Ressort „Kaufrecht“ zuständig:“Aktuell verweigern viele Rechtsschutzversicherungen vor diesem Hintergrund die Deckungszusage und behaupten wörtlich, ‚Die Daimler AG ist nicht in einen Abgasskandal verwickelt, die angekündigte Rückrufaktion ist eine Maßnahme zur Qualitätssteigerung.‘ “

Dr. Hartung sieht das völlig anders: „Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen der Betroffenheit von VW und Mercedes im Abgasskandal. Der einzige Unterschied ist, dass Verkehrsminister Dobrindt Mercedes mit Samthandschuhen anfasst, während VW vor dem Hintergrund des sich in Amerika ausweitenden Skandals, die volle Härte des Staatsapparates zu spüren bekam.“

Gleiches Bild bei Porsche: „Während sich hier der Cayenne 3,0 TDI mit der Premiumschadstoffklasse 6 als Dreckschleuder der Nation etabliert, die Widerverkaufswerte durch die Rückrufaktion sinken und Neumodelle nicht zugelassen werden dürfen, gibt es für alle anderen Porsche 6- und 8-Zylinder-Diesel derzeit angeblich keinerlei Probleme. Sicher: Der Macan S Diesel wurde von Porsche schon Ende 2016 zurückgerufen und es mehren sich Anzeichen für vollendeten Betrug in den Audi-Chefetagen und eine Verwicklung von Porsche. Aber auf die Porsche-Modelle, die die betreffenden Motoren unter der Haube haben, hat das offiziell keine Auswirkungen. Dr. Hartung: „Erhärtet sich der Betrugsverdacht, dann steigen die Chancen für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen deutlich.“ Dabei kann sich insbesondere der nachgewiesene Betrug der Audi-Manager noch als Bärendienst für die Branche erweisen.

MBK verfolgt daher in Sachen Porsche, Audi (6- und 8-Zylinder V-Modelle) sowie Mercedes mehrere Ansätze. Dr. Hartung: „Grundsätzlich verlangen wir die Rücknahme des Fahrzeuges Zug um Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises oder den Ausgleich des entstandenen Schadens in Form des Wertverlustes. Wir werden Rückgaberechte auf Basis der vorgenommenen Betrügereien ebenso verfolgen, wie auf solche auf Grundlage von in Auftrag zu gebenden Gutachten zu Verbrauchs – und Leistungswerten nach Vollzug der Rückrufaktionen.“

Mehr Infos unter der im Profil genannten Rufnummer.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Kaufrecht

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