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Dunkirk: Abmahnung durch Waldorf Frommer

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Dunkirk ist ein Antikriegsfilm von Christopher Nolan. Der Film kam im Juli 2017 in die deutschsprachigen Kinos. Dunkirk erzählt von der Operation Dynamo, der bis dahin größten militärischen Rettungsaktion während der Schlacht von Dünkirchen im Frühjahr 1940 während des Zweiten Weltkrieg.

Berichten zufolge mahnt derzeit die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer am Film „Dunkirk“ Urheberrechtsverletzungen ab.

Verlangt wird, innerhalb einer Frist von wenigen Tagen eine oftmals beigelegte Unterlassungserklärung zu unterschreiben, sowie Schadensersatz und die durch die Verfolgung der vorgeworfenen Rechtsverletzung angefallenen Rechtsanwaltskosten zu zahlen. Mit der Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages in Höhe von 915,00 EUR sehen die Rechteinhaber die Ansprüche als abgegolten an.

Download = Urheberrechtsverletzung in Form des "Anbietens"?

Beim Herunterladen von Inhalten bei den Online-Tauschbörsen werden meist gleichzeitig die eigenen bereits heruntergeladenen Inhalte anderen P2P-Nutzern zur Verfügung gestellt. Der Tatbestand des Anbietens und somit der „Verbreitung” des geschützten Werkes ist so auch durch das reine Downloaden über die einschlägigen Tauschbörsen erfüllt und damit Grund für Abmahnschreiben der Kanzlei.

Wie können Sie sich verhalten, wenn Sie Empfänger der „Dunkirk“-Abmahnung geworden sind?

Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen irritieren, die oftmals nur gesetzt werden, um Sie zu vorschnellem Handeln zu zwingen.

Bleiben Sie ruhig und reagieren Sie besonnen. Eine Reaktion auf die Abmahnung sollte auf jeden Fall erfolgen. Sie riskieren sonst die Einleitung von Gerichtsverfahren verbunden mit zusätzlichen Kosten.

Prüfen Sie, ob jemand aus dem Haushalt oder Freundeskreis für die Rechtsverletzung in Betracht kommt, wenn Sie nicht für den Rechtsverstoß in Frage kommen.

In der Ihnen vorgegebenen Form sollte die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben werden. Dies kann dazu führen, dass Rechtsverletzungen bis zu lebenslang zu Vertragsstrafen führen können. Unterschreiben Sie nichts ungeprüft!

Zahlungen sollten ohne sorgfältige anwaltliche Prüfung der Sachlage nicht erfolgen. Es gilt jeden Einzelfall gesondert zu betrachten. Daher ist es unerlässlich, sich fachkundigen Rat zu holen.

Hüten Sie sich davor, die Sache selber in die Hand zu nehmen und Ihren Standpunkt der abmahnenden Kanzlei zu erklären. Sie riskieren, der Gegenseite Informationen an die Hand zu geben, die gegen Sie verwendet werden können.

Wir beraten Sie gerne. Sie finden uns unter unserer Kanzleihomepage.

Ihr Rechtsanwalt Kai Jüdemann


Rechtstipp vom 07.02.2018
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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