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Eigene Altersvorsorge geht der Unterhaltspflicht vor

Rechtstipp vom 22.11.2013
(25)
Rechtstipp vom 22.11.2013
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Die regelmäßigen Beiträge zur Rentenversicherung betragen derzeit 18,9 % des Bruttojahreseinkommens. Bei der Berechnung des zum Unterhalt maßgeblichen Einkommens dürfen die Beiträge zur Altersversorgung abgezogen werden und können somit die Unterhaltspflicht reduzieren. Darüber hinaus dürfen weitere 4-5 % des Bruttojahreseinkommens als zusätzliche Altersvorsorge hinterlegt werden. Der Abzug darf aber nur berücksichtigt werden, wenn das Geld tatsächlich zur Altersvorsorge dient. Wie die zusätzliche Altersvorsorge auszusehen hat, ist nicht vorgegeben. Es muss nicht unbedingt eine Lebensversicherung sein. Das Geld darf nur nicht rein spekulativ angelegt werden. Denkbar sind auch Bausparverträge, Sonder-Tilgungen von Immobiliendarlehn, Wertpapiere, etc..

Sofern das Bruttojahreseinkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, darf von dem überschießenden Betrag ein weiterer Betrag in Höhe von 24 % ebenfalls zur Altersvorsorge berücksichtigt werden. Dieser Teil der eigenen Altersvorsorge bleibt bei der Berechnung des Unterhalts für Kinder oder Ehegatten unberücksichtigt.


Rechtstipp aus der Themenwelt Unterhalt und dem Rechtsgebiet Unterhaltsrecht

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