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Erfolgreich gegen Mercedes klagen im Dieselskandal

Rechtstipp vom 04.09.2018
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Rechtstipp vom 04.09.2018
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Daimler Chef Zetsche beteuerte zum Abgasskandal noch im Jahr 2015, dass keinerlei Manipulationen an den Fahrzeugen vorgenommen wurden.

Das Kraftfahrtbundesamt hat im Jahr 2018 nunmehr festgestellt, dass die Daimler AG ebenso wie die Volkswagen AG eine illegale Abschaltvorrichtung in ihre Fahrzeuge verbaute, um Abgaswerte zu manipulieren. 

Rechtsfolge ist, dass Daimler über 700.000 Mercedes Modelle im Rahmen einer Rückrufaktion überprüfen wird. Der Aktienkurs brach ein. Die Daimler AG wappnet sich und hat bereits 14 Milliarden Euro für den Mercedes Abgasskandal zurückgestellt.

Eigentümer oder Leasingnehmer von Mercedes Fahrzeugen können nunmehr ebenso erfolgreich auf Schadensersatz klagen wie es bereits tausende Volkswagen-Fahrer getan haben.

Erfolgreiche Prozesse gegen Mercedes in der Dieselaffäre

Die ersten erfolgreichen Klagen gegen Daimler wurden bereits geführt. 

Wir sind einer der ersten Anwaltskanzleien, die gegen die Daimler AG Klage erhoben haben.

Das Landgericht Hagen verurteilte Daimler, einen Mercedes Vito zurückzunehmen. Der Kläger erhielt den damals gezahlten Kaufpreis abzüglich eines Nutzungsersatzes. Das Gericht begründete sein Urteil mit einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung. Daran zeigt sich, dass Gerichte genauso wie im VW-Abgasskandal argumentieren und den Mercedes-Fahrern Recht geben werden.

Auch das Landgericht Münster ist auf der Seite des geschädigten Klägers. Interessant ist in diesem Prozess, dass Daimler beweisen muss, dass das Fahrzeug nicht manipuliert wurde.

Eine Sammelklage gegen Mercedes ist nicht möglich. Jeder muss individuell für sein Recht kämpfen.

Rechte in der Daimler Abgasaffäre

Als Eigentümer

  • Fahrzeug an den Hersteller zurückgeben und den damals gezahlten Kaufpreis abzüglich einer Kilometerentschädigung erstattet bekommen
  • Fahrzeug behalten und Schadensersatz bekommen

Als Leasingnehmer 

Leasingnehmer, welche vom Dieselskandal betroffen sind, sollten sich nicht zurücklehnen, nur weil das Fahrzeug (noch) nicht in deren Eigentum steht.

Sofern der Leasingnehmer einen sogenannten Restwertleasingvertrag abgeschlossen hat, wird er am Ende der Laufzeit unter Umständen eine böse Überraschung erleben, wenn festgestellt wird, dass der Restwert deutlich unter dem vereinbarten Restwert liegt, weil der Dieselskandal einen erheblichen Wertverlust mit sich bringt. 

Auf Leasingnehmer können dann hohe Nachzahlungen zukommen.

Sofern Sie den Leasingvertrag mit der Leasinggesellschaft, wie z. B. der Mercedes Leasing abgeschlossen haben, können Sie den Vertrag anfechten und die Erstattung aller Leasingraten gegen Rückgabe des Fahrzeuges fordern. Auch ein direktes Vorgehen gegen den Hersteller ist möglich. Da dies ein komplexes Vorgehen ist, sollten Sie nur mithilfe eines Anwalts vorgehen.

Mercedes über einen Kredit finanziert?

Dann sollten Sie Ihren Kreditvertrag von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen. Fehler in den Widerrufsbelehrungen können dazu führen, dass der Kreditnehmer das Darlehen noch Jahre nach Abschluss des Vertrages widerrufen kann. Rechtsfolge ist die Erstattung aller Zahlungen an die Bank gegen Rückgabe des Fahrzeuges.

Sie haben weitere Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei und unverbindlich an oder schreiben uns eine Nachricht. Weitere Infos finden Sie auf unserer Homepage.


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Allgemeines Vertragsrecht, Verkehrsrecht

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